Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Berlin-Premiere für Oranienburger Filmemacherin
Lokales Oberhavel Berlin-Premiere für Oranienburger Filmemacherin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:57 13.07.2015
Filmemacherin Katharina Thoms aus Oranienburg Quelle: Privat
Anzeige
Oranienburg

„Zum Rundfunk wollte ich damals. Unbedingt.“ Doch 2006 standen die Zeichen und Chancen dafür in und um Berlin ziemlich schlecht, erinnert sich Katharina Thoms. Und so zog die Oranienburgerin aus, um in Tübingen Geschichte und Politikwissenschaft zu studieren, arbeitete in Italien und Berlin und ist heute als freie Journalistin für den Südwestrundfunk (SWR) und als OnlineJournalistin in Tübingen tätig. Und lebt in Stuttgart.

Ein ganzes Dorf gegen Hitler

Bei einer ihrer Recherchen sei sie auf den Arbeiteraufstand von Mössingen gegen Hitler gestoßen. Vor mehr als 80 Jahren gingen hunderte Menschen in dem schwäbischen Dorf gegen Hitler auf die Straße - als erste und einzige in Deutschland. Die Kommunisten hatten am Tag der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Generalstreik aufgerufen und die Mössinger waren dem Aufruf gefolgt. Jahrzehnte blieb dieser Streik ein Tabu, bis das Theater Lindenhof es auf die Bühne der Stadt Mössingen bringt. Hundert Laiendarsteller, eine Hand voll Profis und Musiker machen mit. Auch die Tochter eines Widerstandskämpfers von damals ist dabei. Für Andrea Ayens ist es Verpflichtung, in einem Stück mitzuspielen, in dem ihr Vater Paul die Hauptfigur ist. Für alle eine Reise in die Vergangenheit.

Stück Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts

Für den SWR gestaltete Katharina Thoms einen Radiobeitrag. „Es war die Chance, Geschichte und Journalismus zu verbinden, ein Stück Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts aufzuarbeiten.“ Forschungen lagen zum Thema keine vor. „Es entspann sich sogar eine heftige Debatte im Gemeinderat, ob man sich daran erinnern darf. Es waren schließlich Kommunisten“, erinnert sie sich. Das Feature ging über den Sender, „aber das Thema ließ mich nicht mehr los“. Und so begleitete sie die Theaterproben, das Werden und Wachsen des Stücks der Mössinger. „Das Spannendste war, dass ich vorher nicht wusste, was herauskommt.“

Premiere am 19. Juli


Der Dokumentarfilm erlebt am kommenden Sonntag, 19. Juli, seine Berlin-Premiere.

Er läuft ab 15.30 Uhr im Bundesplatzkino, Bundesplatz 14. Am Vortag des 20. Juli, Tag des Attentats auf Hitler von 1944 , erinnert der Film auch an die in den Hintergrund gerückten kleinen Widerstandsbewegungen gegen den Nationalsozialismus.


Die Theaterproduktion entstand unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann und wurde 2014 mit dem Preis für Kulturelle Bildung der Bundesregierung ausgezeichnet.

Seit 2014 erlebt der Streifen von 80 Minuten Länge seine erfolgreiche Kinotour durch Deutschland.

Die Filmemacherin sowie die Protagonistin des Films Andrea Ayen, Tochter eines der Anführer des Mössinger Generalstreiks, sind anwesend.

Katharina Thoms ist in Oranienburg aufgewachsen, hat Ende der 1990er- Jahre ihr Abitur auf dem Runge-Gymnasium absolviert.

Karten unter 030/85 40 60 85.

Es ist ein größtenteils selbst finanzierter und geschnittener 80-minütiger Dokumentarfilm geworden, der seit Herbst 2014 ist und der bereits 27-mal in Kinos erfolgreich gelaufen ist. Am Sonntag erlebt er nun seine Berlin-Premiere. „Mein erster Dokumentarfilm“, sagt die Oranienburgerin nicht ohne Stolz. Aber es soll nicht der letzte gewesen sein. Sie habe doch ein wenig Blut geleckt. Im Moment arbeite sie an einer Multimedia-Reportage. Am Sonntag steht sie den Besuchern zusammen mit ihrer Protagonistin Andrea Ayens aus Mössingen dem interessierten Publikum Rede und Antwort.

Und ab und zu kommt sie auch noch nach Oranienburg. Im Haus auf der Bernauer Straße ist die engagierte Regisseurin groß geworden.

Von Heike Bergt

Oberhavel Beim Kochen: Küche abgebrannt - Haus vorerst nicht bewohnbar

Die Ursache für den Brand in der Berliner Straße in Liebenwalde ist noch nicht ganz geklärt. Die Polizei geht derzeit von einem technischen Defekt am Küchenherd aus. Ein Familienvater kochte gerade. Er verließ die Küche kurzzeitig, bemerkte dann die Flammen. Er und sein 12-jähriger Sohn konnten das Haus noch verlassen. Es wurde niemand verletzt.

13.07.2015
Havelland Wo Jugendliche aus der Region am liebsten einkaufen - Schicke Mode – Hauptsache billig?

Laut einer Studie von Statista geben Jugendliche am meisten Geld für das Weggehen mit Freunden aus. Kino, Disco und Co stehen ganz hoch im Kurs. Befragt wurden rund 1500 Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren. Genauso wichtig wie das Partyleben ist den Befragten viel Geld für Kleidung auszugeben. Mode ist jedoch nicht gleich Mode.

16.07.2015
Brandenburg Der Innenminister in Oranienburg - Neue Methode erleichtert Bombensuche

Eine gute Nachricht vor allem für das mit Bomben verseuchte Oranienburg (Oberhavel): Bei der Suche nach Blindgängern wird künftig ein neues Verfahren angewendet. Damit sind die Blindgänger leichter von anderen metallischen Gegenständen unterscheidbar.

13.07.2015
Anzeige