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Beschlossen: Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Sommerfeld Beschlossen: Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Die Feuerwehr in Sommerfeld bekommt ein neues Kleinlöschfahrzeug. Kosten: 85.000 Euro, davon bezahlt die Kremmen etwa 40.000 Euro aus dem Haushalt. Die Stadtverordneten haben dem Plan am Dienstagabend einstimmig zugestimmt. Allerdings muss der Beschluss noch mal geprüft werden.

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Dieses Fahrzeug wollen die Sommerfelder haben.

Quelle: privat

Sommerfeld. Das gibt es im Rathaussaal während der Sitzungen der Stadtverordneten selten – und ist eigentlich auch nicht erlaubt: Applaus. Die Leute von der Feuerwehr in Sommerfeld jubelten am Dienstagabend über die einstimmige Entscheidung zum Kauf eines gebrauchten Kleinlöschfahrzeuges. Wert: 85.000 Euro.

Das Geld kommt nicht komplett aus dem Stadthaushalt. Gut die Hälfte davon haben die Sommerfelder Feuerwehrleute selbst gesammelt. Eine entsprechende Aktion brachte, wie berichtet, 45.000 Euro. „Ich habe im Leben nicht gedacht, dass das so läuft“, hatte Sommerfelds Wehrführer Johannes Homuth im MAZ-Gespräch gesagt.

Die Löschgruppe braucht das Fahrzeug dringend, wie am Dienstagabend Stadtbrandmeister Gerd Lerche im Ratssaal noch mal deutlich machte. Die Wehr sei derzeit im Besitz eines 22 Jahre alten VW T 4. Er wurde bei kleineren Bränden als Einsatzwagen genutzt. Nun aber ist bei dem Auto die Mängelliste so lang gewesen, dass es nicht mehr durch den Tüv gekommen ist. „Und es wird auch keinen Tüv mehr kriegen“, so Gerd Lerche. Wirtschaftlich wäre das nicht erklärbar gewesen. Einer der Sommerfelder Feuerwehrleute ist dann im Internet auf das Kleinlöschzeug gestoßen.

Nun kann der Wagen also gekauft werden. Damit entfällt auch die für 2019 ohnehin geplante Ersatzbeschaffung, wofür bislang 120.000 Euro einkalkuliert waren. Unklar ist allerdings, ob es für diesen Kauf eine Ausschreibung durch die Verwaltung hätte geben müssen. Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) verneinte am Dienstag eine entsprechende Frage vom Stadtverordneten Eckhard Koop (parteilos). Die Verwaltung habe das geprüft. Am Mittwochnachmittag aber war klar, dass sich Busse da noch mal absichern will. Am kommenden Montag gebe es dazu einen Termin mit dem Vergabemanager und einem Rechtsanwalt, auch mit der Kommunalaufsicht des Landkreises habe man am Mittwoch Kontakt aufgenommen, so Busse. „Es wird einen Weg geben, den Wagen zu kaufen, aber ich möchte den richtigen gehen.“

Von Robert Tiesler

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