Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Besessen vom perfekten Zweirad
Lokales Oberhavel Besessen vom perfekten Zweirad
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:51 11.11.2016
Torsten Antonius, Mario Lenz und Klaus Lange (v. l.) haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. Quelle: Helge Treichel
Anzeige
Bergfelde

Sie alle sind Enthusiasten, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Gewerblich und privat leben sie ihre Vision von einer umweltfreundlichen, erholsamen Mobilität: Mario Lenz, Torsten Antonius und Klaus Lange. Allerdings nutzen, verkaufen, vermieten und reparieren sie nicht nur herkömmliche, also muskelbetriebene Drahtesel, sie haben auch Zweiräder mit elektrischem Motor im Angebot, davon allein zwölf zum Vermieten.

Alles begann 2014. Mario Lenz gab den Anstoß, ein eigenes Geschäft zu eröffnen: H-e-M Highend e-Mobility UG. Der zugehörige Laden ist in der Birkenwerderstraße 3 in Bergfelde zu finden. Das „Highend“ im Namen nimmt das Trio wörtlich. „Wir bieten ein Fahrrad oder E-Bike nach Maß“, sagt Mario Lenz. Dafür werde der Kunde auf Wunsch auf einem „Physiotherameter“ vermessen. Das Gerät sieht wie ein Fahrrad ohne Räder aus und bietet die Möglichkeit, Sattel- und Lenkerhöhe, Pedalstellung und Rahmenlänge zu variieren. Damit soll die für jeden Anspruch (sportlich, City, Rennrad) mit Hilfe einer Kamera, Sensoren im Sattel und einer speziellen Software die optimale Körperhaltung ermittelt werden. Da dies „Geduld und Spucke“ erfordere, werden Interessenten gebeten, sich vorher anzumelden und zwei Stunden Zeit mitzubringen, so Mario Lenz. Der Lohn sei ein bequemes und vor allem schmerzfreies Radfahren.

Das „Physiotherameter“. Quelle: Privat

Der 38-Jährige, der seit Jahren Kriminalromane schreibt, ist als Gesellschafter der Initiator, Inspirator und Macher in dem Trio. Der Oranienburger Torsten Antonius, gelernter Mechaniker, übernimmt den Part des Wanderführers. Der 50-Jährige bietet geführte Radtouren sowie Navigationsgeräte und anderes Fahrradzubehör an einem zweiten Standort in Oranienburg (Waldstraße 10). Sein Motto: „Wer rastet, der rostet.“ Und so bietet er die Ausflüge in die Umgebung auch als Testfahrt an. Dank E-Motor seien auch für Untrainierte Touren von 80 bis 100 Kilometern kein Problem, sagt er. „Es wäre nicht das erste Mal, wenn jemand nach einer Tour gleich ein E-Bike kauft.“

Allerdings gibt es Abstufungen. Pedelecs haben einen unterstützenden Motor, der Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h ermöglicht. Sie gelten rechtlich als Fahrräder. Daneben gibt es noch Speed-Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell und als Kraftfahrzeug eingestuft sind. Spitzenmodell ist ein „Klever B 25“. Zwei Stück davon haben die Drei zum Anschauen und Ausprobieren parat.

Klaus Lange ist der begnadetste Mechaniker im Team. Der 35-jährige Berliner ist von Hause aus Flugzeugbauer und war auch schon hinter den Kulissen in der Formel 1 tätig – in der Abteilung für Leichtbau. In Bergfelde übernimmt er es, die Zweiräder nach Kundenwunsch zu konfigurieren, ergonomisch einzurichten oder umzubauen – und später auch zu warten. Er begann schon als Kind, an Fahrrädern zu schrauben und sagt im Brustton der Überzeugung: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“

Mit Dienstleistungen versuchen die Fahrradprofis, sich einen Namen zu machen und auch wirtschaftlich durchzustarten. Neben den schon genannten Angeboten gibt es weitere Stichworte: Ultraleichtfahrräder zum Beispiel oder Problemlösungssättel.

„Eingeschlafene Handgelenke, schmerzendes Gesäß, Probleme in Rücken, Nacken, Beinen und Knieen oder mangelnde Kraftübertragung – viele Menschen kennen diese Widrigkeiten vom Fahrrad- oder E-Bikefahren und glauben, das gehöre dazu“, sagt Mario Lenz. „Wir tun das nicht!“ Zu den Kunden gehörten zum Beispiel bereits Menschen mit Prothesen. „Wir sehen uns deshalb als eine Art Praxis, weil wir Menschen behandeln“, sagt Mario Lenz. Regelmäßige Öffnungszeiten würden nicht angeboten. An den Wochentagen sei meist jemand zwischen 12 und 18 Uhr anzutreffen.

Info: Interessenten werden gebeten, unter Tel. 03303/5 48 92 89 anzurufen oder an service@h-e-m.eu zu mailen. Internet: www.radnachmass.de

Von Helge Treichel

Der neu gestaltete Vorplatz des Waldfriedhofs in Birkenwerder ist am Donnerstag feierlich der Öffentlichkeit übergeben worden. Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.) bezifferte die Gesamtbaukosten mit 535 000 Euro.

11.11.2016

Mehr als 50 Fahrgäste nutzten in dieser Woche eine der sechs „Probefahrten“ des Kiezbusses von Glienicke nach Frohnau. Der Test sei somit erfolgreich verlaufen, resümieren die Mitglieder des FDP-Ortsverbandes.

11.11.2016

Für Markus Kulling ist es ein „Sechser im Lotto“: Nachdem er erst kürzlich ein enges Familienmitglied an den Krebs verloren hat, könnte der Hennigsdorfer nun als Knochenmarkspender ein Leben retten. Vor vier Jahren hatte er sich bei der DKMS registriert, nun wurde sein genetischer Zwilling gefunden.

11.11.2016
Anzeige