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Besonderes Jubiläum in Gransee

Seit 25 Jahren Schulleiter Besonderes Jubiläum in Gransee

Das ist eine stolze Leistung: Seit 25 Jahren im Amt ist Reinhard Witzlau als Leiter der Werner-von-Siemensschule Gransee. Und es werden noch weitere folgen. Den guten Ruf verdankt die Schule ihm und einem engagierten Lehrer-Team.

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Reinhard Witzlau.

Quelle: Uwe Halling

Gransee. Er war schon ein wenig von den Socken, als ihm eine Kollegin vor einigen Tagen einen lieben Dank aussprach und nette Worte verlor: „Die Schule hat sich gerade seinetwegen so gut entwickelt. Er ist zuverlässig, voller Elan, hat innovative Ideen, packt selbst mit an. An den vielen Preisen, die die Schule in den vergangenen Jahren bekam, hat er einen großen Anteil“, sagte sie anlässlich des 20. Jahrestages der Namensgebung der Schule – vor versammelter lokaler Prominenz. Die Worte waren an Reinhard Witzlau gerichtet. Am Mittwoch vollendet er sein 25. Jahr als Leiter der Werner-von-Siemensschule Gransee.

„Sicher habe ich manchmal an diese Zahl gedacht. Aber in dem Moment verschlug es mir die Sprache“, sagt der Chef, der zu seinem Posten kam wie die Jungfrau zum Kinde. Als er 1990 von seiner dreijährigen Aspirantur (Physik) aus Potsdam zurück nach Gransee kehrte, hieß es: „Du bist promoviert, du machst Schulleiter.“ Er nahm die Herausforderung in der turbulenten Zeit nach der Wende an, die Schule wurde 1991 Gesamtschule. „Wir wussten gar nicht, was das ist!“ Trotzdem ging das Granseer Lehrerkollegium seinen Weg und fand ihn in der „berufsorientierten Schule“. Dass es ein Erfolgsmodell werden sollte, wusste damals noch keiner. „Es brach in der damals viel zusammen. Wir wollten dafür sorgen, dass die Kinder trotzdem einen guten Start ins Berufsleben haben.“ Das gilt heute noch. Praxisorientierte Projekte, regionale Partner, gute Lehrer – und Siemens! Das große Unternehmen erwies sich als Glücksfall für die Schule, als Partner in allen Lebenslagen.

Die Siemensschüler sind erfolgreich, sammeln Preise wie andere Briefmarken. Bildungsbiografien legen Zeugnis davon ab, was aus den Ehemaligen geworden ist. Auf Plakaten wurden ihre Lebenswege nachgezeichnet. „Mir fallen viele Namen ein: Matthias Thürke von der Bäckerei Gransee oder Sebastian Kubale, der in Zehdenick ein Geschäft betreibt“, sagt Reinhard Witzlau. „Es ist schön zu sehen, was aus den Ehemaligen wird.“

Der Schulleiter nimmt sich gern zurück, schiebt vieles „auf ein gutes Team“ von Lehrern. „Wir kennen uns lange, Ideen kommen von allen.“ Man müsse sich auch nicht immer knallhart an den Lehrplan halten, es gebe Spielräume. Einen davon nutzten die Granseer 2001 für die Geburt des Kurses Medien und Kommunikation. Das Erfolgsrezept der Schule – sie ist seit zehn Jahren Oberschule – sieht er im „einheitlichen Auftreten, im vertrauensvollen Miteinander, im ehrlichen Umgang“.

Die Probleme seien eher externer Natur: der knappe Personalschlüssel und die Zusammenarbeit mit Eltern. Letzteres liegt auch daran, dass es 84 Prozent Fahrschüler gibt, sie kommen aus 50 Orten, 1991 waren es noch 18 Prozent. Viele Eltern würde man nur schwer erreichen. Besonders in Erinnerung sind aus den vergangenen 25 Jahren drei Dinge geblieben: die Generalsanierung der Schule vom Keller bis zum Dach in acht Wochen, die Umstrukturierung der Schullandschaft mit der Zusammenlegung der Schule Fürstenberg („das halte ich heute noch für einen politischen Fehler“) und der Suizid einer Schülerin, dem eine überwältigende Anteilnahme folgte.

Auch wenn Reinhard Witzlau, seine Frau arbeitet an derselben Schule, seine beiden Kinder sind aus dem Haus, als Leiter viel Organisatorisches um die Ohren hat, unterrichtet der Mathematik- und Physiklehrer sechs Stunden in der Woche. „Ich liebe den Lehrerberuf und finde die Mischung toll. Wennse mich haben wollen, stehe ich auch noch weiter zur Verfügung.“

Von Stefan Blumberg

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