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Oberhavel Besonders holprig nach dem Kanalbau
Lokales Oberhavel Besonders holprig nach dem Kanalbau
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13:27 25.04.2017
Lastwagen wie dieser stellen eine große Belastung für die nur provisorisch hergerichtete Fahrbahn dar. Die war zuletzt in den 1990er-Jahren komplett hergerichtet worden. Quelle: Helge Treichel
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Zühlsdorf

Einige Abschnitte der Basdorfer Straße in Zühlsdorf sind für Klaus Jochinke ein Ärgernis. „Seit etwa zwei Jahren reiht sich hier Loch an Loch“, sagt der 78-Jährige. Der Zustand der Ortsverbindungsstraße zum Wandlitzer Ortsteil Basdorf habe sich rapide verschlechtert, seit der Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA) im Jahr 2015 einen Abwasserkanal bauen ließ. Besondere Brisanz erlange das Problem, weil „die Straße sehr, sehr befahren ist“, sagt Jochinke. Und darunter befänden sich auch schwere Lastwagen. Dadurch sei die Lärmbelastung enorm gewachsen. Wenn die Lkw mit leeren Containern durch die Schlaglöcher poltern, scheppere das sehr laut. „Und das geht morgens um fünf bis sechs Uhr los!“

Mit seinem Ärger ist das Ehepaar Jochinke nicht allein. Auch in der Nachbarschaft seien die Löcher und der daraus resultierende Lärm regelmäßig ein Gesprächsthema. „Ansonsten freuen wir uns, hier zu wohnen“, sagt Klaus Jochinke. Vor etwa 20 Jahren hätten sie ein Wohnhaus auf dem vormaligen Wochen­endgrundstück gebaut.

Deutlich erkennbar sind die bereits geflickten Stellen auf der Fahrbahn, die Schlaglöcher sowieso. Quelle: Helge Treichel

Eine gute Nachricht hat Baufachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky für alle Anwohner: Voraussichtlich Anfang Juli beschließe die Gemeindevertretung über die Auftragsvergabe für die Straßenreparatur an die Baufirma. Bereits im August/September könnte dann die Realisierung sein, schätzt der Fachbereichsleiter. Nötig ist der Beschluss, weil das Auftragsvolumen 200 000 Euro übersteigt.

Beabsichtigt sei es, die desolate Asphaltdecke auf einem etwa 600 Meter langen Abschnitt abzufräsen und eine vier bis fünf Zentimeter dicke Schicht neu aufzutragen. War nach dem Kanalbau bisher nur die Hälfte erneuert worden, gelte das für die gesamte Fahrbahnbreite. „Das hat damit zu tun, dass ein Deckenverschluss eigentlich schon erfolgt war“, sagt Labitzky. Das Ergebnis der Flickerei sei jedoch recht holprig. Die Kosten würden sich die Gemeinde und der Wasser- und Abwasserzweckverband teilen, da der Zweckverband einen Beitrag beisteuere, den er ansonsten für die Wiederherstellung ohnehin hätte aufbringen müssen.

Für die Grundstückseigentümer entlang der Basdorfer Straße entstünden also keine Kosten über Straßenbaubeiträge. Ganz bewusst werde deshalb kein grundhafter Ausbau vorgenommen, sondern die Fahrbahn repariert. „Das sollte aber ein relativ glatter Belag werden und für die nächsten zehn bis 15 Jahre eine gute Lösung sein“, sagt Hanns-Werner Labitzky.

Abschnittsweise reiht sich Loch an Loch auf der Basdorfer Straße in Zühlsdorf. Das ist nicht nur für Klaus Jochinke und seine Nachbar ein Ärgernis. Quelle: Helge Treichel

Dass es zum Unmut der Anwohner überhaupt so lange gedauert hat, habe daran gelegen, dass sich NWA und Kommune nicht gleich auf ihre jeweiligen Anteile einigen konnten, sagt Ortsvorsteherin Ursel Liekweg (SPD). Dabei sei das bereits nach dem Kanalbau in der Dorfstraße und einem ersten Abschnitt der Basdorfer Straße bis zum Grünen Weg schon einmal so praktiziert worden.

Deshalb hatte auch Klaus Jochinke schon bei Ursel Liekweg vorgesprochen. Jetzt endlich zeichnet sich eine Lösung für die Straße ab. Das Gleiche gelte auch für den Radweg an der Wandlitzer Chaussee.

Die MAZ sucht noch bis zum 30. April die schlechteste Straße in Oberhavel. Bitte schicken Sie uns eine Mail an Oranienburg@maz-online.de oder rufen Sie an: 03301/5 94 50. Danach wird es ein Voting im Internet geben.

Gute Aussichten auch für den Radweg

Ein Ärgernis ist für viele auch der auf Wandlitzer Seite eigentlich bereits 2014 fertiggestellte Radweg Richtung Wandlitz an der Wandlitzer Chaussee.


Für Ortsvorsteherin Ursel Liekweg ein „Schildbürgerstreich“, denn der Radweg endet unvermittelt.


Das Reststück auf Zühlsdorfer Gemarkung befinde sich nun „auf der Zielgeraden“, sagt sie mit Blick auf das Verfahren: „Ich hoffe, im nächsten Frühjahr über den Weg radeln zu können.“

Von Helge Treichel

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