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Oberhavel Besuch von der Handwerkskammer
Lokales Oberhavel Besuch von der Handwerkskammer
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00:24 27.02.2018
Heike Liere (l.) und Brita Meißner bei Gernot Maryniak in der Bootswerft Stapel Fürstenberg. Quelle: Martina Burghardt
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Fürstenberg/Havel

Eine Bootswerft wie die von Gernot Maryniak steht selten auf der Besuchsliste der Handwerkskammer Potsdam. Es gibt ganz einfach nur wenige solcher Betriebe, sieben sind es in ganz Oberhavel. Brita Meißner, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer, und Geschäftsführerin Heike Liere hatten deshalb gestern bei einem der traditionellen Vor-Ort-Gespräche viele Fragen an den Bootsbaumeister.

Seit seiner Lehrzeit arbeitet Gernot Maryniak in der Bootswerft Stapel. Er übernahm die Firma vor 16 Jahren. Im Moment sind vier Mitarbeiter mit der Aufarbeitung von Booten beschäftigt. Diese Zahl schwankt und spiegelt die Auftragslage wider. Zurzeit stehen drei Boote in der Werft, die fünf Liegeplätze auf dem begrenzten Gelände am Baalensee sind belegt. Für die nächsten zwei Jahre ist die Arbeit gesichert. Auftraggeber müssen sich also gedulden. „Manchmal sind auch die Schäden vorher nicht einzuschätzen“, erklärt Gernot Maryniak an einem Kajütboot, das er selbst mit gebaut hat. 1988 war das Teil seiner Gesellenprüfung.

Nach 1990, so erzählt er, wurden viele alte Boote abgeschafft und neue gekauft. Es dauerte nur einige Jahre, dann kehrte sich der Trend um, hin zu den Oldtimern, den guten Kajütbooten, gern auch etwas größer. Ein in der Werft gebautes Boot hat der 48-Jährige im vergangenen Jahr zurückgekauft und hofft auf einige entspannte Stunden an den Wochenenden auf der Havel.

Sein Berufswunsch stand schon früh fest. Ein Kumpel seines Bruders arbeitete in der Fürstenberger Werft, das fand er spannend. Die früheren Besitzer waren froh, dass ihr Lebenswerk weitergeführt wird. Einige Praktikanten haben mittlerweile in der Werft gearbeitet, vielleicht wird in nicht allzu ferner Zukunft ein Auszubildender eingestellt. Nachgedacht hat Gernot Maryniak darüber schon. Denn an Fachkräften mangelt es im Handwerk. Wer Nachwuchs braucht, muss sich rechtzeitig kümmern.

Im Moment bereitet ihm aber etwas anderes Sorgen. Es geht um die Betriebsbewertung. Die von den Beratern der Handwerkskammer vorgelegte Wertermittlung scheint mit den Vorstellungen des Finanzamtes nicht zusammenzupassen.

„Die technische und betriebswirtschaftliche Beratung wird bei Betriebsübergaben und -übernahmen sehr stark nachgefragt“, so Heike Liere. Sie hat sich das Problem des Bootsbauers notiert und versichert: „Bei den Betriebsberatern der Handwerkskammer sind Sie gut aufgehoben.“

Von Martina Burghardt

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