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Besucher trotzen Aprilwetter

Oranienburg Besucher trotzen Aprilwetter

Mehr als tausend Besucher flanierten am Ostersonntag bei wechselhaftem ­Aprilwetter durch den Schlosspark Oranienburg. Der Osterhase verteilte Süßes. Zufluchtsort bei Regen war die Orangerie, wo Eier ausgepustet, bemalt und verziert werden konnten. Am anderen Ende des Parks wartete die Spiellandschaft mit neuem Kletterfelsen.

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Der Osterhase war das beliebteste Fotomotiv im Schlosspark am Sonntag – so auch für Familie Eichler und Fricke aus Oranienburg.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Ja, es ist April. Spätestens am Osterwochenende dürfte das den meisten Menschen klar geworden sein. Natürlich blieb auch der Oranienburger Schlosspark vom wechselhaften Wetter nicht verschont. Die Besucher schreckte das nicht wirklich – gab es doch ein spezielles Fotomotiv, das im Park hin und her hoppelte.

Der Osterhase lockte wie jedes Jahr die Besucher selbst bei Regen in den Park. „Wir sind heute als ganze Familie wegen des Osterhasen im Park“, sagte Christin Reinhardt, während Wind ihre Kapuze vom Kopf fegte. Im Schlepptau hatte sie ihren Sohn Lionel, zwei Jahre alt, und Lebensgefährten René. „Das Osterangebot hat uns gereizt“, sagte er. Für Lionel war es besonders schön, schließlich macht er an diesem Tag zweimal Bekanntschaft mit dem Süßes bringenden Hasen. „Bei uns zu Hause war er schon“, erzählte seine Mutter. Und, alle Verstecke aufgespürt? „Ja“, antwortet der junge Oranienburger schüchtern.

So wie den drei Kreisstädtern erging es vielen am Sonntag. Der österliche Spaziergang wurde einfach in den Schlosspark verlegt. Der größte Garten Oranienburgs hatte dabei – trotz grauem Himmel, hinter dem die Sonne nur selten hervorlugte – einiges zu bieten. Die Frühblüher, sorgsam und akkurat in hoher Stückzahl gepflanzt, stehen derzeit in voller Blüte. Auch die Magnolien am Teich mit Fontäne, die auf Knopfdruck Wasser speit, prahlen mit ihren prachtvollen Knospungen.

Allzu lange wollten sich viele jedoch nicht mit dem Flanieren aufhalten. Zu windig war es, zu frisch, teilweise sogar etwas eisig um die Ohren. Als Alternative bot sich ein kurzer Gang zur Orangerie. Hier konnten österliche Basteleien gefertigt werden. Zudem trudelten im historischen Teil des Schlossparks die Eier. Am anderen Ende wartete die Spiellandschaft mit neuem Kletterfelsen, der von Weitem seltsam fremd wirkt mit seinem knalligen Orange.

Für Adelheid Schmidt ist der Schlosspark nicht nur der schönste Ort, den Oranienburg zu bieten hat. „Es ist auch viel ruhiger geworden“, sagt sie. Sie ist direkte Anwohnerin und kann sich noch an Zeiten erinnern, als im Park randaliert wurde. Bänke wurden umgestoßen, es sei laut gefeiert und geschrien worden. „Wir haben am nächsten Tag dann immer aufgeräumt.“ Seit der Park umzäunt und nur zu Öffnungszeiten zugänglich ist, sei das alles abgeebbt. „Jetzt ist hier alles gepflegt und ordentlich.“ Sie geht mehrmals die Woche durch den Park.

Nur das Schlosspark-Café gefalle ihr noch nicht so. Keine Atmosphäre, ungemütlich, so ihr Fazit. „Da ist noch Luft nach oben!“

Von Marco Winkler

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