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Oberhavel Bethlehem in Oranienburg-Süd
Lokales Oberhavel Bethlehem in Oranienburg-Süd
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20:00 23.12.2014
Klein, aber fein: die Bethlehem-Kapelle an der Neißestraße/Ecke Saalestraße in Oranienburg-Süd. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Wie andere Kirchen oder Kapellen aus verschiedenen Zeiten auch, ist die Bethlehemkapelle das Denkmal einer gesellschaftlichen Situation. Einerseits erinnert die Kapelle an die Vertreibung von kirchlichen Veranstaltungen, insbesondere des kirchlichen Unterrichts, aus öffentlichen Gebäuden. In den Jahren nach dem Krieg waren Gottesdienste und kirchlicher Unterricht zunächst keine Schwierigkeit, wurden sogar gefördert.

Wenig später belegt die Baugeschichte neuer Kirchengebäude, dass die Gemeinde die Chance ergreifen musste und schließlich auch ergriffen hat, das Evangelium in einer Zeit zu verkünden, in der Religion abgeschafft werden sollte. Superintendent Detert hat zugleich mit dem Wiederaufbau der Nikolaikirche den Bau der Bethlehemkapelle und des Gemeindehauses Lehnitz, als Nebenräume der Nikolaikirche betrieben.

Ursprung der Bethlehemkapelle war ein Gartenhaus in der Rheinstraße. Am Heiligen Abend 1949 hielt Superintendent Detert den ersten Gottesdienst. Seit dem ist an jedem Sonntag 9 Uhr, Gottesdienst in der Kapelle. Bänke wurden zunächst von der „Südschule“, ausgeliehen, die damals ebenfalls an der Rheinstraße auf dem Freiheitsplatz war. Angesichts der gegenwärtigen Wilhelm-Groß-Ausstellung im Schloss, wird darauf hingewiesen, dass Groß die Ausstattung der Kapelle vorgenommen hat. In die neuen Bänke wurden Bibelsprüche geschnitzt. Kanzel und Altar sind einfache Holzarbeiten. Das Altarbild mit Symbolen der Evangelisten, wurde von Groß aus Teilen der von ihm ursprünglich gefertigten Kanzel in der „Schlossparkkirche“, der Notkirche in der Orangerie, zusammen gefügt. Von Gerhard Teichmann, aus der jungen Gemeinde jener Zeit, sind die in der Kapelle benutzten Antependien, „Kanzel- und Altarvorhänge“. Zum Jubiläum hat im vergangenen Sommer die Kapelle das Aussehen im Eingangsbereich verändert. Mit dem Umbau wurde zugleich die Möglichkeit zum Einbau einer Toilette geschaffen. Bei den Bauarbeiten sind die vor 65 Jahren verwendeten Eingangs-stufen absichtlich neben dem Gebäude liegen geblieben. Es handelt sich um Splitterschutzkörper für Kellerfenster im Bombenkrieg, eine in Oranienburg noch immer aktuelle Erinnerung wert.

Am 1.Weihnachtsfeiertag vor 65 Jahren, führte Detert den Bischof Otto Dibelius und den Propst Heinrich Grüber zu seiner neuen Kapelle. Die drei hatten zuvor im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen, Gottesdienste gehalten. Damit wurde zum ersten Mal die totale Abriegelung des Lagers durchbrochen.

Gottesdienst in der Bethlehemkapelle in Oranienburg Süd, Neiße-/Ecke Saalestraße, ist an jedem Sonntag 9 Uhr.

Von Udo Semper

Der Autor ist ehemaliger Bürgermeister von Oranienburg und Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde.

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