Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Betonfirma mit eigenen Bauplänen
Lokales Oberhavel Betonfirma mit eigenen Bauplänen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:26 01.02.2016
Pierre Neumann aus Berlin ist seit fünf Jahren Geschäftsführer von Havelbeton. Quelle: Heike Bergt
Anzeige
Oranienburg

Rund 360 Sorten des Baustoffs Beton gibt es. Welcher gerade angemischt wird, „das hängt ab von der Verwendung und der künftigen Belastung“, erklärt Pierre Neumann. Ob der Beton zum Beispiel als Deckschicht auf einer mechanisch stark beanspruchten Autobahn Verwendung finden soll, als Brückenbauwerk Wind und Wetter ausgesetzt ist, oder lediglich als Bodenplatte eines kleinen Gartenhäuschen dienen soll. Die Mischung macht’s in jedem Fall. „Die Qualitätskontrolle findet bei uns im Haus statt und noch einmal auf der Baustelle.“

Vor 25 Jahren wurde das Unternehmen Havelbeton an der Lehnitzschleuse in Oranienburg gegründet. Seitdem ist die Mitarbeiterzahl von sechs auf 16 angewachsen. „Der Platz reicht einfach nicht mehr.“ Und deshalb soll jetzt investiert werden: Für rund 800 000 Euro will das Unternehmen einen funktionalen Verwaltungsneubau errichten lassen. Direkt neben dem bisherigen Container-Trakt, der dann nach zweieinhalb Jahrzehnten ausgedient hat und abgerissen wird. „Wenn wir die Baugenehmigung haben, geht es los“, so Pierre Neumann, langjähriger Betriebsleiter und seit fünf Geschäftsführer. Lediglich auf der Firmenzufahrt seien noch fünf potenzielle Verdachtspunkte durch die Munitionssucher abzuklären.

Pierre Neumann ist stolz auf die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Zu der hat auch die Großbaustelle von Takeda geführt: „Unser größter Auftrag“. Für das erste neue Gebäude des Pharmaunternehmens an der Lehnitzstraße 1993 war Havelbeton ebenso Zulieferpartner wie 2003 beim zweiten Neubau und wiederum zwölf Jahre später auch seit 2015 wieder. Die Bodenplatte hat 2400 Kubikmeter Beton „geschluckt“. „Zusammen mit zwei Partnern sind wir 14 Stunden gefahren, damit alles aus einem Guss ist.“ Die Logistik sei das Komplizierteste: „So wie der Zement auf der einen Seite rein ist bei uns, ging die Lieferung wieder raus.“ Weitere rund 12 000 Kubikmeter Beton stecken in dem inzwischen hochgezogenen Gebäude. Doch auch in anderen markanten Bauobjekten steckt Beton von Havelbeton: Ob Wasserbauwerke am Langen Trödel in Liebenwalde, Klärwerksbeckenneubau in Schönerlinde, Brücke am Autobahndreieck Havelland, an der neuen B 96 oder das Minibrückenbauwerk auf dem Weg von Oranienburg nach Schmachtenhagen oder in den „Füßen“ vieler Windräder. Havelbeton liefert im Umkreis bis 25 Kilometer, denn der Stoff aus dem die „Bauträume“ sind muss innerhalb von 90 Minuten verarbeitet sein. „Bis Pankow, Tegel und Heiligensee, das schaffen wir“. Aber auch sehr viele Privatkunden lassen mit dem „Beton-Taxi“ kleinere Mengen liefern – für Bodenplatten fürs Gartenhaus, Fundamente und Wege. „Das wird viel angenommen, die Leute trauen sich manches zu und wir beraten auch gern“, so Neumann.

Der 62-Jährige ist Fachmann für Vertriebs- und Internet-Marketing, hat früher beim Zementwerk in Berlin gearbeitet und Werke in Schönefeld, Teltow und Tempelhof aufgebaut. Allmählich will er einen Nachfolger aufbauen. Nicht, um in den Ruhestand zu gehen, sondern sich einer neuen Herausforderung in Sachen Bildung zu stellen. Das Material Beton reizt ihn ungebrochen. Er würde gern einen Azubi einstellen und als Verfahrenstechniker ausbilden, „aber ich finde niemanden“, bedauert er. Vielleicht ändert sich das.

Bis Ende Januar stand die Anlage wegen des starken Frostes vier Wochen still, jetzt läuft der Laden wieder.

Von Heike Bergt

Oberhavel City in Velten - Wenn die Geige singt

Die DDR-Kultband City trat in der Ofenstadthalle in Velten auf. Die launigen Ansagen von Band-Chef Toni Krahl zwischen den bekannten Songs kamen gut an. Die Zuschauer waren begeistert und tanzten zur Musik. Der aus Bulgarien stammende Georgi Gogow ließ die für City typische Geige quietschen und jammern.

31.01.2016
Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 31. Januar 2016 - Kraftfahrer reihenweise ohne Papiere

Zahlreiche Verkehrsvergehen im Landkreis Oberhavel musste die Polizei am vergangenen Wochenende registrieren. Dabei war besonders auffällig, dass sich etliche Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis ans Steuer gesetzt hatten. Dazu wurden auch wieder Fahrzeugführer erwischt, die Alkohol getrunken hatten und sich dennoch hinters Lenkrad gesetzt haben.

31.01.2016
Oberhavel Musiklehrer unterrichtet in Oranienburg - Die Lust am Spiel ist das Wichtigste

Stefan Most ist ein junger Musiker, der an der Oranienburger Musikschule „Klang-Farbe Orange“ die Instrumente Horn und Trompete unterrichtet. Wenn ein Schüler mal nicht geübt hat, versucht er ihn mit der Auswahl bekannter Stücke zu motivieren. Denn die Lust am Spiel sei der Schlüssel zum Erlernen eines Instruments, sagt Most.

31.01.2016
Anzeige