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Bettler ziehen von Haustür zu Haustür

Besorgte Anwohner in Oranienburg Bettler ziehen von Haustür zu Haustür

Die Polizei hat in den vergangenen Tagen mehrfach Anrufe besorgter Bürger erhalten, die berichten, dass eine größere Gruppe an Haustüren klingele und nach Geld bettele. Konkret sind Fälle aus Oberkrämer und Oranienburg bekannt. Dort mussten die Behörden auch bereits wegen Hausfriedensbruch eingreifen.

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Die Polizei musste in den vergangenen Tagen mehrfach ausrücken, weil es im Zusammenhang mit Bettelaktionen rumänischer Staatsbürger zu Fällen von Hausfriedensbruch gekommen war.

Quelle: dpa

Vehlefanz/Oranienburg. Eine Gruppe rumänischer Staatsbürger ist offensichtlich seit einigen Tagen im Stadtgebiet von Oranienburg sowie in verschiedenen Orten des Kreises Oberhavel unterwegs, klingelt dort an Haustüren und bettelt nach Geld. Die Polizei hat bereits mehrere Anrufe ängstlicher beziehungsweise besorgter Bürger erhalten, die befürchten, in diesem Zusammenhang Opfer von Straftaten zu werden.

Nach Informationen der Polizei sollen bereits am 8. Februar zwei Personen der eingangs erwähnten Gruppe widerrechtlich ein Grundstück in der Straße der Nationen in Oranienburg betreten haben, was eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch nach sich zog. Beide Personen wurden anschließend erkennungsdienstlich behandelt.

Platzverweis gegen Bettler

Zu einem Polizeieinsatz kam es am 9. Februar auch in Vehlefanz. Dabei wurden sieben von insgesamt neun rumänischen Staatsbürgern auf dem Rasthof Oberkrämer festgestellt. Die Gruppe war zuvor in der Straße Zum Schäfergarten von Haus zu Haus gegangen und hatte an den Türen gebettelt.

Nachdem die Identität aller Personen vor Ort geklärt werden konnte, stellte sich heraus, dass zwei Staatsbürger zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben waren. Eine entsprechende Mitteilung erging an die zuständige Staatsanwaltschaft in Göttingen (Niedersachsen). Darüber hinaus wurde gegenüber der Gruppe ein Platzverweis ausgesprochen.

Betteln ist nicht verboten, aber...

Betteln sei nicht verboten, sagt die Polizei. Die Leute sollten sich deshalb bereits vorher genau überlegen, ob sie bereit seien, darauf einzugehen. Wer dies ablehne, sollte den bettelnden Personen den Zutritt zu Grundstück und Haus strikt verwehren, sich auf keinerlei Diskussionen einlassen und auch keine Anstalten machen, mitgeführte Bettelschreiben zu lesen. Das Betreten eines Grundstücks gegen den Willen des Eigentümers sei auf jeden Fall Hausfriedensbruch und damit ein Straftatbestand, der den Einsatz der Polizei rechtfertige.

Von Bert Wittke

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