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Oberhavel Bewährungsstrafe für Angeklagte
Lokales Oberhavel Bewährungsstrafe für Angeklagte
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00:17 16.07.2016
Am Mittwoch fiel das Urteil vor dem Landgericht Neuruppin gegen eine 34-Jährige aus Oranienburg. Quelle: dpa
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Oranienburg

Am ersten Verhandlungstag erschien der wichtigste Zeuge krankheitsbedingt nicht. Am Mittwoch kam der Angeklagte nicht. Laut ärztlichem Attest war der 49-jährige Mario K. nicht verhandlungsfähig.

Angeklagter kam nicht, Mitangeklagte wurde verurteilt

Die erste große Strafkammer des Landgerichts Neuruppin machte kurzen Prozess und verhandelte nur gegen die mitangeklagte Diana  M. Wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls, Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung wurde die bisher nicht vorbestrafte 34-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt.

Aus Sicht des Gerichts hatte sich in der Nacht zu Neujahr 2014 Folgendes abgespielt.: Diana M. und das spätere Opfer Marcel M. waren kurzzeitig ein Paar. Am Silvestertag gab sie ihm den Laufpass, weil sie Mario K. kennen gelernt hatte. Der betrogene Marcel M. ließ sich nach eigenen Angaben „vollaufen“. Derart, dass er einschlief und erst von Schlägen geweckt wurde. „Wach geprügelt zu werden, ist nicht lustig“, sagte der 25-Jährige vor Gericht.

Gericht glaubte Geschädigtem

Seine Ex-Freundin hatte mit ihrem neuen Freund Silvester gefeiert und war, selbst nicht mehr ganz nüchtern, auf die Idee gekommen, nachts ihre Sachen wie ein Radio und CDs sowie Geld, dass ihr Marcel M. vermeintlich noch schuldete, zu holen. Für das Gericht stand fest, dass sie sich als Ausgleich für die angeblichen Schulden auch mit anderen Dingen von Marcel M. schadlos halten wollte. Die Wohnung in der Oranienburger Liebigstraße, zu der sie noch einen Schlüssel hatte, war von innen verriegelt. „Aus nicht näher feststellbaren Gründen hatte Marcel M. ungebetenen Besuch befürchtet“, so Richter Udo Lechtermann. Deshalb hatte M. die Kette vorgelegt und noch einen Schuhschrank vor die Tür geschoben. Das hinderte das Paar nicht: Mario K. trat die Tür auf. Die Wohnung war bereits verwüstet, Fensterscheiben eingeworfen. „Ich habe vor Wut im Suff meine Wohnung demoliert“, sagte Marcel M. Er gab auch zu, dass er, ebenfalls vor Wut, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen habe und davon eine sichtbare Beule davon trug. Andere nennenswerte Verletzungen waren nicht vorhanden.

Das Gericht ging davon aus, dass die beiden zuvor das auf dem Tisch liegende Portemonnaie leer geräumt hatten, was Diana M. bestritten hatte.

Staatsanwalt wollte Verfahren einstellen

Wäre es nach dem Staatsanwalt gegangen, wäre das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Damit war das Gericht jedoch nicht einverstanden. Der Staatsanwalt plädierte dann auf eine Geldstrafe. Er sah in der Tat lediglich eine Sachbeschädigung und einen Hausfriedensbruch. Er hatte Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Marcel M. , das Gericht offensichtlich nicht.

Gericht hielt Angeklagte für schuldig

Es hielt der Angeklagten zugute, dass sie ein Teilgeständnis abgelegt hat, ihr Handeln bereut, bis auf die Tür kein Schaden entstanden ist und die Schläge in ihrer Heftigkeit im untersten Bereich lagen. Außerdem liegt die Tat lange zurück und die Angeklagte hat bisher straffrei gelebt.

Aber„Die sechs Monate Freiheitsstrafe sind nötig, damit Sie nicht mehr auf solche Schnapsideen kommen“, sagte Richter Lechtermann. Außerdem wurde Diana M. zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. „Als Sühne, die Sie leisten müssen, damit die Tat nicht folgenlos an Ihnen vorbei geht.“

Von Dagmar Simons

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