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Oberhavel Bielmeier ist Maler aus Leidenschaft
Lokales Oberhavel Bielmeier ist Maler aus Leidenschaft
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00:37 05.07.2015
Malermeister Bernd Bielmeier vor seinem Haus in der Saarlandstraße in Oranienburg.   Quelle: Marion Bergsdorf
Oranienburg

 Er ist ein Oranienburger Urgestein, wuchs in Süd auf. Bernd Bielmeier (68) hat in vielen Haushalten in Oranienburg gearbeitet. Der Malermeister begeht im Juli das 35-jährige Bestehen seines Betriebes.

Das Handwerk war ihm von Kind an vertraut, denn der Vater war Maurer. Doch so schwer wie der Vater wollte der Sohn nicht schuften, zum Beispiel mit schweren Steinen und Beton hantieren. Als Maler habe er es leichter und könne zudem unabhängig von der Wetterlage arbeiten.

Auf die Idee, sich selbstständig zu machen, kam Bernd Bielmeier im Alter von 33 Jahren. Er war angestellt bei Malermeister Walter Kehlas in Lehnitz. Als dieser aufhören wollte, beantragte Bielmeier die Selbstständigkeit. Er hatte Glück, die Handwerkskammer genehmigte seinen Antrag. Doch im Vertragstext stand, dass er innerhalb von fünf Jahren seinen Meister machen müsse. Das hatte Bielmeier eigentlich gar nicht geplant gehabt. Doch er fügte sich der Auflage und nahm 1984 seinen Meisterbrief entgegen. Sein Privathaus an der Saarlandstraße 50 machte er zum Firmensitz.

Seinen ebenfalls bei Kehlas angestellten Kollegen übernahm er in den eigenen Betrieb. Das Geschäft florierte. Private Haushalte, insbesondere die von NVA-Offizieren, gehörten zu seinen Kunden. Auch nach der Wende erlebte er keinen Einbruch bei den Aufträgen. Hausbesitzer, die ihn aus DDR-Zeiten kannten, bestellten ihn weiterhin. Außerdem arbeitete Bielmeier für Wohnungsgesellschaften und diverse Wohnungsverwaltungen. So langsam fährt Bielmeier sein Arbeitspensum herunter. Ob die Tochter, die ebenfalls Malerin ist und gerade ihren Meister macht, seinen Firma mal übernimmt, weiß der Vater nicht. Er selbst möchte immer noch ein wenig malern.

Denn der Beruf macht ihm Spaß: „Ich komme viel herum und bin unter Leuten. Nach jedem Arbeitstag sehe ich den Erfolg und freue mich an frisch gemalerten Räumen.“ Außerdem habe er heute viel mehr Möglichkeiten, Wände zu gestalten und Kunden entsprechend zu beraten. Obwohl: „Raufasertapete wird immer noch gerne genommen. Zu DDR-Zeiten war es schwer, die in der Malergenossenschaft zu kriegen. Jetzt kriegt man ja alles.“ Und mit Fließ- sowie Strukturtapete seien sehr schöne neue Materialien hinzugekommen, sagt Bielmeier.

Trotzdem peilt er den Ruhestand an und möchte mehr Zeit für sein großes Hobby, das Angeln, haben. Gemeinsam mit 20 anderen Kollegen von der Malergenossenschaft fährt er jedes Jahr an die Ostsee und besteigt ein Schiff, um auf Dorsch zu angeln. Und seine Frau Ingrid will ihn überzeugen, mehr zu verreisen. Aber keine Fernreisen, beide wollen Deutschland, Italien und Europa besser kennenlernen.

Aktuell ist das Paar erstmal froh, dass sie die systematische Bombensuche auf ihrem Grundstück überstanden haben, ohne dass ein Blindgänger geortet wurde. Nun gilt es, den wie ein Sieb aufgebohrten Gartenboden wieder neu zu gestalten.

Von Marion Bergsdorf

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