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Bierflaschen-Attacke auf Asylbewerber

Versuchter Totschlag Bierflaschen-Attacke auf Asylbewerber

Mit einer abgebrochenen Bierflasche hat ein 37-Jähriger in der Nacht zu Sonntag am Hennigsdorfer Bahnhof zwei afrikanische Flüchtlinge attackiert und verletzt. Er wurde festgenommen. Ihm wird zweifacher versuchter Totschlag und Körperverletzung vorgeworfen. Ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte, ist allerdings bislang unklar.

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Der Döner-Imbiss vor dem Hennigsdorfer Bahnhof war in der Nacht zu Sonntag Tatort der Bierflaschen-Attacke. Einer der beiden Asylbewerber befand sich auch gestern noch im Krankenhaus.

Quelle: Robert Roeske

Hennigsdorf. Ein 37-Jähriger ist in der Nacht zu Sonntag vor dem Imbiss am Hennigsdorfer Bahnhof mit einer abgebrochenen Bierflasche auf zwei afrikanische Asylbewerber losgegangen. Ein Mann aus Kamerun erlitt dabei leichte Verletzungen im Gesicht, sein Begleiter aus Somalia wurde vom Angreifer schwerer am Hals verletzt. Beide Männer kamen ins Krankenhaus, der Mann aus Somalia wurde auch am Montag noch dort behandelt. Gegen den Angreifer aus Hennigsdorf hat die Neuruppiner Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Vorgeworfen werden dem Mann zweifacher versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann der MAZ.

Fremdenfeindlicher Hintergrund unklar

Unklar sei derzeit, ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte. „Wir wissen noch nicht, woran wir bei dem Hennigsdorfer sind“, sagt Lehmann. Zwar haben die bisherigen Ermittlungen ergeben, dass der Mann durchaus eine „latent ausländerfeindliche Haltung“ habe. Allerdings hatten sich die drei Beteiligten vor der Tat mehr als zwei Stunden lang friedlich auf dem Postplatz vor dem Ziel-Center unterhalten und zusammen Alkohol getrunken. Dann will der Hennigsdorfer bemerkt haben, dass er sein Handy vermisst. „Er hat die beiden Asylbewerber beschuldigt und sie aufgefordert, es ihm wieder zurückzugeben“, erklärt Oberstaatsanwalt Lehmann. Darüber seien die drei Männer in Streit geraten, der vor dem nahegelegenen Dönerladen mit der Flaschen-Attacke eskaliert war.

Blutverschmierter Tatort

Es muss ein heftiger Angriff gewesen sein. Zeugen berichteten auf Facebook davon, dass der Tatort regelrecht blutverschmiert gewesen sei. Die Gegend war rund acht Stunden gesperrt, etwa fünf Einsatzwagen der Polizei waren in der Nacht zu Sonntag im Einsatz, um Spuren zu sichern und Zeugen zu befragen. Neben Beamten der Kripo war auch ein Staatsanwalt vor Ort, um sich ein Bild von dem Tatort zu machen.

Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann verweist darauf, dass die Ermittlungen nicht abgeschlossen seien, bislang habe man den verletzten Somalier noch nicht befragen können. Ob es überhaupt ein Handy gab, das dem Hennigsdorfer gestohlen wurde, dazu wollte sich der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern.


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Von Marco Paetzel

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