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Oberhavel Biomanufaktur wächst kräftig
Lokales Oberhavel Biomanufaktur wächst kräftig
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02:15 25.05.2017
Chef Thomas Schubert ist stolz, dass die Geschäfte im Veltener Businesspark gut laufen. Quelle: FotoS: Heiko Hohenhaus
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Velten

„Wir sind sehr stolz, dass es so läuft“, sagt Thomas Schubert, Geschäftsführer der Biomanufaktur Havelland im Veltener Businesspark. 2013 hatte die Bio Company das Veltener Unternehmen übernommen, das zuvor zweimal in die Insolvenz geschlittert war. Der Metzgermeister und Bio-Company-Fachbereichsleiter Schubert wurde Geschäftsführer des Unternehmens, das seitdem die eigene regionale Fleischerei der Filialkette ist. Wurden vor fünf Jahren täglich etwa 300 Kilogramm Fleisch verarbeitet, sind es heute 1,5 Tonnen täglich. Für besonders große Nachfrage sorgen Fleisch und Wurst vom Havelländer Bio-Apfelschwein. Das Veltener Unternehmen beliefert 51 Bio-Company-Märkte und weitere Kunden.

Mittlerweile sind angesichts der Nachfrage die Räume der Manufaktur zu klein. „Wir wollen hier etwa zwei Millionen Euro investieren, der Bauantrag ist gestellt. Losgehen soll es in der zweiten Jahreshälfte“, sagt der Geschäftsführer. Platz steht zur Verfügung, weil Untermietern gekündigt wurde und ein Schleppdach umbaut werden soll.

Die Erweiterung werde dennoch eine Herausforderung, weil alles während der laufenden Produktion passieren soll. Die neuen Räucherkammern, Zerlegeräume, Verpackungsstrecken und Kühlkammern müssen in den Kreislauf der Biomanufaktur integriert werden. Vieles wird umstrukturiert. Etwa anderthalb Jahre sind für diesen Umbauprozess geplant.

Bald werden auch größere Sozialräume für die Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Waren 2013 elf Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt, sind es heute 35. Schubert betont, dass keine Billigarbeiter aus Osteuropa eingestellt wurden, sondern gut ausgebildete Metzger aus der Region. Deren Expertenwissen werde gebraucht, denn die Biomanufaktur produziert rund 300 verschiedene Fleisch- und Wurstwaren.

Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Bioprodukten sei in Berlin und Brandenburg weiter im Wachsen, so Schubert. Die Kunden verstünden auch, dass ein Bio-Apfelschwein, das im Freiland gehalten wird, viel Platz und Auslauf hat und langsamer wächst, auch zu einem höheren Preis an der Fleischtheke landet.

Für die nächsten zehn Jahre sei die Biomanufaktur nach den Investitionen für die wachsende Nachfrage gerüstet. Thomas Schubert geht davon aus, dass das Unternehmen weitere Kunden dazugewinnen wird. Mehr Umsatz macht schon jetzt auch die Cateringabteilung. Dafür zeichnet der Italiener Otello di Paolo verantwortlich.

„Genuss entsteht, wenn sich regionale Bio-Produktion und kultiviertes Metzgerhandwerk verbinden“, sagt Biomanufaktur-Chef Schubert.

Von Heiko Hohenhaus

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