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Birkenwerder: Befragung der Senioren

Befragung zum Thema Wohnraum Birkenwerder: Befragung der Senioren

Wie wohnen die Senioren in Birkenwerder derzeit? Wie wollen sie zukünftig leben? Was vermissen die Bürger über 65 Jahren? Welche Wünsche haben sie? Um die Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes in Birkenwerder auch für Senioren attraktiv zu gestalten, ist bei einer Befragung Mitwirkung erwünscht.

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Erika Schürhoff, Marei Graichen, Mirko Smentek und Bürgermeister Stephan Zimniok (von links) präsentieren den Senioren-Fragebogen.

Quelle: Foto: UG

Birkenwerder. „Birkenwerder hat ein Problem: Es fehlt Wohnraum, besonders für Senioren“, so Mirko Smentek, Sachbearbeiter im Rathaus und für die Bereiche Demografie und Liegenschaften zuständig. „Der demografische Wandel hat die Gemeinde schon lange erfasst.“ Viele Senioren würden bereits den Ort verlassen. Daher müsse nun reagiert werden.

Mithilfe einer Befragung, die in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Institut F+B aus Hamburg, der Verwaltung und dem Seniorenbeirat entstanden ist, sollen die Wohn- und Wohnumfeldwünsche der Senioren erfasst werden. Alle 1746 Birkenwerder Bürger über 65 Jahren erhalten deshalb in den nächsten Tagen einen entsprechenden Fragebogen als Post von der Gemeinde. Die Befragung zur jetzigen Wohnsituation und zu zukünftigen Bedürfnissen erfolgt völlig anonym. „Wir hoffen auf eine große Beteiligung und einen hohen Rücklauf“, erklärt Mirko Smentek, der seit November an der Fragebogenentwicklung beteiligt war. Vorbild war eine ähnliche Befragung in Leegebruch.

„Wir möchten alle zu Wort kommen lassen.“ Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF) glaubt nämlich, dass sich viele Forderungen, die von den aktiven Senioren der Stadt immer wieder vorgetragen werden, eingefahren hätten. Beispielsweise der Wunsch nach einer Drogerie. Dies widerlegt Erika Schürhoff sofort. Sie war lange im Seniorenbeirat aktiv. Alleine bei ihrem letzten Drogeriebesuch in Hohen Neuendorf habe sie zahlreiche empörte Mitbürger aus Birkenwerder getroffen, die lieber in der eigenen Gemeinde eingekauft hätten. Ihrer Meinung nach würde zudem barrierefreier, bezahlbarer Wohnraum und ein kleiner Supermarkt fehlen, in dem man typische Seniorenportionen kaufen könne, so Schürhoff. Aber sehen das alle ältere Mitbürger genauso? Haben sie eventuell ganz andere Wünsche und Bedürfnisse?

Mit dem Ausfüllen des Fragebogens sind die Senioren gefragt, die so die Möglichkeit bekommen, ihre Vorstellungen für das Wohn- und Lebensumfeld Birkenwerder in die Umsetzung des Wohnungsbaus einfließen zu lassen. „Wir wollen die älteren Mitbürger darauf stoßen, über ihre Wohnwünsche nachzudenken“, verdeutlicht Kämmerein Marei Graichen das Interesse der Gemeinde. Für Ergänzungen sei deshalb stets Platz gelassen worden.

Natürlich habe Birkenwerder nicht unendliche Kapazitäten, um alle Wünsche erfüllen zu können, betont der Bürgermeister. Aber die Politik müsse sich nach den Wünschen der Bürger und nicht nach Eigeninteressen richten. Daher sei eine Befragung der Betroffenen unumgänglich.

Bereits gefasst wurde der Beschluss, das städtische Gelände „Am Krugsteig“ als Wohnungsstandort für Senioren zu nutzen. Doch mit welchem Modell sei noch unklar, so Zimniok. Ein Ideenwettbewerb ist in Arbeit. Die Befragung soll dabei als begleitende Untersuchung Licht ins Dunkle bringen: Wünschen die älteren Mitbürger ein Pflegeheim oder barrierefreie Wohnungen. Soll ein privater Investor bauen oder wird auf eine Genossenschaft gesetzt. Fragen, die man mithilfe der Umfrageergebnisse beantworten will.

Von Ulrike Gawande

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