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Birkenwerder: Gelungene Integration

Tag der offenen Tür Birkenwerder: Gelungene Integration

Mit berührenden und auch nachdenklich machenden Sätzen bedankten sich die derzeit 12 Kinder aus Afghanistan, Syrien und Albanien, die seit Januar an der Pestalozzi Grundschule in Birkenwerder unterrichtet werden, für die freundliche Aufnahme in der Schule. Sichtlich aufgeregt waren sie vor ihrem ersten Auftritt beim Tag der offenen Tür am Mittwochnachmittag.

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Die Flüchtlingskinder bedanken sich mit einem Lied.

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Birkenwerder. „Zuhause ist dort, wo es am Schönsten ist, wo man sich wohl fühlt, wo man geliebt wird, wo man vieles machen kann und wo man keine Angst oder Sorgen haben muss, sondern wo man Frieden und Schutz findet.“

Mit diesen berührenden und auch nachdenklich machenden Sätzen bedankten sich die derzeit 12 Kinder aus Afghanistan, Syrien und Albanien, die seit Januar an der Pestalozzi Grundschule in Birkenwerder unterrichtet werden, für die freundliche Aufnahme in der Schule. Sichtlich aufgeregt waren sie vor ihrem ersten Auftritt beim Tag der offenen Tür am Mittwochnachmittag. Hatten sie doch die deutschen Sätze, die sie einzeln vortrugen, extra für diesen besonderen Tag gelernt. Umso größer die Enttäuschung, wenn nicht jedes Wort klappte. Doch der Applaus wollte ob ihrer Leistung gar nicht wieder enden.

Auch Volker Rosins „Lied über mich“, das die jüngeren Flüchtlingskinder bezaubernd vortrugen, begeisterte das Publikum. Lernt sich doch mit Musik am einfachsten, dass man zwei Hände, zwei Arme und mehr als drei Haare hat. Eine Möglichkeit Deutsch zu lernen, die den Kindern sichtlich Spaß gemacht hat.

Insgesamt zehn Stunden pro Woche steht der Deutschunterricht auf dem Stundenplan der Kinder aus der Asylbewerberunterkunft in Birkenwerder. In den ersten beiden Stunden des Tages lernen die Kleinen der ersten bis dritten Klasse, anschließend die Großen der vierten bis sechsten Klasse. Den Rest des Tages sind sie dann Teil ihres regulären Klassenverbandes im jeweiligen Fachunterricht.

„Es ist schön zu sehen, wie schnell die Kinder die Sprache gelernt haben“, freut sich Natalia Eirich-Feder, Leiterin der Willkommensklasse, über den Lernerfolg ihrer sechs- bis 15-jährigen Schützlinge. Liebevoll macht sie auch den größeren Jungs Mut und bestärkt sie in ihren Fähigkeiten.

Dass der Schulbesuch nicht in allen Ländern der Welt selbstverständlich ist, darauf wies Schulleiter Uwe Stapel in seiner Begrüßungsrede hin. Dabei sei es enorm wichtig, lesen und schreiben zu können, um für seine demokratischen Grundrechte eintreten zu können, versuchte er den Schülern im Publikum die Bedeutung von Schulbildung zu erklären.

Seit einem Jahr lernt Jason an der integrativ-kooperativen Grundschule, der für seine Lernentwicklung vom Förderverein eine große Belobigung erhielt. Hatte es der Viertklässler seinen Lehrern und Mitschülern nicht immer leicht gemacht. „Es war ein schwerer Start der viel Kraft gekostet hat“, so Ralf Gerth, Vorsitzender des Fördervereins. Doch die positive Lernentwicklung wolle man hervorheben.

Jason erhielt ebenso wie Pepe Trebs, dem der Schulpreis 2016 für seine fleißige, gewissenhafte, hilfsbereite und höfliche Art verliehen wurde, einen Büchergutschein.

Von Ulrike Gawande

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