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Birkenwerder Gemeinde wird Modellkommune bei Klimaschutzprojekt
Lokales Oberhavel Birkenwerder Gemeinde wird Modellkommune bei Klimaschutzprojekt
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18:33 31.07.2018
Die Arbeitsgruppe zum Klimaschutzprojekt „Smart Rathaus“ der Deutschen Umwelthilfe. Quelle: Ulrike Gawande
Birkenwerder

Neben der Nordseeinsel Borkum, Wörth in Rheinland- Pfalz, Böblingen in Baden-Württemberg und Steyerberg in Niedersachsen, gehört die Gemeinde Birkenwerder zu den fünf ausgewählten Modellkommungen der Deutschen Umwelthilfe beim Klimaschutzprojekt „Smart Rathaus“.

Bewerbung kam vom Klimaschutzmanager

Die Bewerbung eingereicht hatte Birkenwerders Klimaschutzmanager Martin Thiele. Unter 50 Bewerbungen konnte sich die Gemeinde für den dreijährigen Modellversuch durchsetzen, der vom Bundesumweltministerium mit mehr als 500 000 Euro gefördert wird. Mithilfe von intelligenter Gebäudeautomation in Form von digitaler Steuer- und Regeltechnik soll in der Gemeinde künftig Energie eingespart, das Klima geschützt und so auch die Gemeindekasse geschont werden.

Erstes Treffen der Arbeitsgruppe

Am Dienstag fand im Rathaus Birkenwerder das Auftakttreffen der Arbeitsgruppe statt, zu der neben dem Klimaschutzmanager auch der Gebäudemanager der Gemeinde gehört, außerdem Steffen Holzmann und Simon Mößinger von der Deutschen Umwelthilfe sowie Peter Knoll vom Institut für Gebäude- und Energiesysteme der Hochschule Biberach. Auch Bürgermeister Stephan Zimniok ließ es sich trotz seines Urlaubs nicht nehmen, zu dem Treffen zu kommen. „Ich möchte meine große Freude zum Ausdruck bringen, dass die Gemeinde ausgewählt wurde.“ Schließlich habe sich die Gemeinde ja den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben. Und mit dem Projekt könne man sogar Vorbild für andere Kommunen werden, so Thiele.

Video-Tutorials und Tipps für andere Kommunen

Denn nicht nur die Modellkommune erhalte Tipps, wie und wo sich Energie einsparen lasse, sondern es sollen auch Video-Tutorials zum Thema entstehen und die Erfahrungen aus den Projektorten wolle man an vergleichbare Kommunen weitergeben, erklärte Steffen Holzmann von der Deutschen Umwelthilfe. Positiv sei, dass bei „Smart Rathaus“ die Gemeinde über einen langen Zeitraum begleitet werde, wie Energie nachhaltig eingesetzt werden kann, betonte der Bürgermeister. Denn Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung und Infrastruktur verbrauchen in öffentlichen Gebäuden viel Energie. Oft werde manuell versucht, Energie zu sparen, wie bei der Ferienabschaltung der Heizung in Schulen.„Doch manuelles Gebäudemanagement ist aufwendig und fehleranfällig“, erklärte Holzmann.

Drei Gebäude in Birkenwerder ausgewählt

So wurden für den Modellversuch drei öffentliche Gebäude der Gemeinde ausgewählt, die zugleich stellvertretend für bundesweit 170 000 Liegenschaften stehen. Das ist zum einen der Bauhof, der selten unter dem Aspekt Energieeffizienz betrachtet werde und der eine Heizungsanlage aus dem Jahr 1989 hat. Außerdem der zukünftige Bildungscampus rund um die Pestalozzi-Grundschule, deren Energieversorgung komplett erneuert werden soll und in der es im Sommer Lüftungsprobleme gibt, sowie die Bibliothek im denkmalgeschützten Clara-Zetkin-Haus. Bei allen Gebäuden steht in Zukunft eine Sanierung an, beim Bauhof haben die Vorplanungen begonnen, so dass die Ergebnisse des Klimaschutzprojektes in die Arbeiten einfließen können. Doch man wolle keineswegs die Arbeit der Planer übernehmen, betonte Peter Knoll von der Hochschule Biberach. Einfach nur den Hinweis zu geben, in der Schule eine Klimaanlage einzubauen, sei dabei nicht das angestrebte Ziel. „Das kann jeder.“ Vielmehr handele es sich um eine funktionale und nutzungsabhängige Beratung. „Wir gehen nicht mit dem Dampfhammer vor.“

Von Ulrike Gawande

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