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Birkenwerder Dann eben mit Lärmschutz-Lücke
Lokales Oberhavel Birkenwerder Dann eben mit Lärmschutz-Lücke
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00:18 11.07.2018
Freileitungsmast an der A10 in Birkenwerder. Quelle: Helge Treichel
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Birkenwerder

Die Tatsache, das ein Hochspannungsmast in der geplanten Autobahntrasse steht und Birkenwerder seine Zustimmung zum Rückbau verweigert, lässt den Sprecher der Deges Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH relativ kalt. „Über die Ergänzung zum Planfeststellungsbeschluss entscheidet die Planfeststellungsbehörde“, schreibt Lutz Günther auf die MAZ-Anfrage. Ungeachtet dessen könne der Ausbau trotzdem weitestgehend erfolgen. „Wir gehen davon aus, dass lediglich im Bereich des zu versetzenden und umzubauenden Hochspannungsmastes (u.a. ist diese Maßnahme Gegenstand des Planergänzungsverfahrens) die vorgesehene Lärmschutzwand nicht errichtet werden kann.“ Da der Ausbau weitestgehend erfolgen kann, sei nicht einmal das Betrachtung von Alternativen erforderlich.

Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF) und die Gemeindevertretung hatten nach einem Ergänzungsantrag der Deges hinsichtlich des überflüssigen Mastes im Juni die Möglichkeit gesehen, vielleicht doch noch zu einer seit Jahren geforderten Erdverkabelung im Bereich von Birkenwerder zu kommen. Die Idee: Das Erdkabel mittels eines Tunnels in den Lärmschutzwall zum integrieren. „Diese Ausführungsvariante müsste in einem gesonderten Planfeststellungsverfahren des Vorhabenträgers der Hochspannungsleitung, 50Hertz Transmission GmbH, technisch geprüft und bewertet werden“, schreibt Lutz Günther.

Wie kam es überhaupt dazu kam, dass der Planfeststellungsbeschluss für Birkenwerder gewissermaßen eine „Lücke“ aufweist? „Laut Planfeststellungsbeschluss müssen die genannten Freileitungsmasten für die nördliche Erweiterung der A 10 verlegt werden“, antwortet der Deges-Sprecher. Die Planfeststellungsbehörde habe aber von ihrer Zuständigkeit zur Entscheidung über die Verlegung der Freileitung keinen Gebrauch gemacht, weil die 50Hertz Transmission GmbH als Vorhabenträger der Freileitung zum Zeitpunkt des Erlasses des Planfeststellungsbeschlusses ein gesondertes Planfeststellungsverfahren zur Aufrüstung der vorhandenen Leitung vorbereitete. „Die entsprechende Planung sollte auch die Verlegung der Masten beinhalten“, so Günther.

Zum geplanten Autobahnausbau strebt der Vorhabenträger eine Ergänzung zum Planfeststellungsbeschluss an. Es geht dabei um den Standort von zwei Hochspannungsmasten in Birkenwerder und Hohen Neuendorf. Birkenwerder verweigert jedoch auf Beschluss der Gemeindevertretung seine Zustimmung, weil die Ergänzung als Chance gesehen wird, eine zweite Ergänzung hinsichtlich einer schon lange gewünschten, bislang aber abgelehnten Erdverkabelung durchzudrücken. Bürgermeister Zimniok appelliert deshalb in einem Brief an die Landesregierung, in Birkenwerder als neuralgischem Punkt eine Erdverkabelung zu veranlassen.

Von Helge Treichel

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