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Birkenwerder Zwei Tote bei schwerem Lkw-Unfall auf A10
Lokales Oberhavel Birkenwerder Zwei Tote bei schwerem Lkw-Unfall auf A10
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16:46 14.05.2018
Mehrere Sattelzugmaschinen wurden am Montagvormittag in einen schweren Verkehrsunfall mit zwei tödlich Verletzten und einer weiteren verletzten Person auf dem Nördlichen Berliner Ring zwischen den Anschlussstellen Birkenwerder und Dreieck Oranienburg verwickelt.  Quelle: Julian Stähle
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Birkenwerder

Ein schwerer Verkehrsunfall auf dem Nördlichen Berliner Ring sorgt seit Montagvormittag für erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen rund um die A10. Kurz nach 10 Uhr kam es zwischen der Anschlussstelle Birkenwerder und dem Autobahndreieck Oranienburg in Fahrtrichtung Hamburg auf Höhe von Kilometer 172 kurz etwa einen Kilometer hinter der Abfahrt Birkenwerder zu einer Kollision, in die vier LKWs verwickelt waren.

Aufgrund einer Staubildung hatten drei Sattelzugmaschinen ihre Geschwindigkeit bereits reduziert. Ein vierter, dahinter fahrender, LKW-Fahrer bemerkte das verkehrsbedingte Abbremsmanöver jedoch nicht und fuhr auf den vor ihm fahrenden LKW auf und schob dabei drei hintereinander fahrende Sattelzugmaschinen aufeinander.

Sowohl der Fahrer des vierten, aufgefahrenen LKW – ein 46-jähriger Mann tschechischer Herkunft – als auch der Fahrer der direkt von ihm fahrenden Sattelzugmaschine, die durch die Wucht des Aufpralls beträchtlich zusammengeschoben wurde – ein 43-jähriger Deutscher – überlebten den schweren Unfall nicht. Der Führer der davor befindlichen und ebenfalls durch den Aufprall in Mitleidenschaft gezogenen Sattelzugmaschine, ein 54-jähriger Mann polnischer Herkunft, wurde leicht verletzt, der Fahrer des im Pulk ganz vorn fahrenden LKW blieb hingegen unverletzt.

Der 54-jährige polnische Fahrer konnte nach einer kurzzeitiger Behandlung im Krankenhaus dieses direkt wieder verlassen. Der Fahrer der vierten, ganz vorn fahrenden, Sattelzugmaschine konnte seine Fahrt im Anschluss an die Zeugenvernehmung gar fortsetzen; sein Fahrzeug war durch den Auffahrunfall im hinteren Bereich nur leicht lädiert worden.

Aufgrund der enorm wirkenden Kräfte bei der Kollision schoben sich die einzelnen LKWs teilweise so stark ineinander, dass die Fahrzeuge vor ihrer Bergung zunächst entzerrt und auseinandergezogen werden müssen. „Die Bergungsarbeiten werden noch mehrere Stunden andauern“, erklärte die verantwortliche Autobahnpolizei Walsleben auf MAZ-Nachfrage bereits am späten Vormittag. „Die Fahrzeuge müssen einzeln geborgen werden. Da sie durch die Kollision stark ineinander verkeilt sind, ist die Bergung sehr aufwendig. Die zusammengeschobene Sattelzugmaschine, auf die der letzte Fahrer hinten auffuhr, muss in Einzelteilen geborgen werden“, erklärte Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion Nord.

Die Richtungsfahrbahn nach Hamburg wurde zunächst vollgesperrt, der Verkehr über die letzte freie Abfahrt Birkenwerder abgeleitet. Gegen 13 Uhr gaben die Bergungskräfte vor Ort die linke Fahrbahn teilweise frei, um die direkt hinter dem Unfall zum Stillstand gekommenen Verkehr befindlichen Fahrzeugführer an der Unfallstelle vorbei leiten zu können. „Vor Ort herrscht eine unglaubliche Hitze, die Bergungs- und Räumarbeiten werden noch sehr lange andauern. Das ist die einzige Möglichkeit, die direkt hinter der Unfallstelle im Stau stehenden PKWs und ihre Fahrer aus der Stausituation herausleiten zu können“, erklärte eine Polizeisprecherin der Polizeidirektion Nord. Dies betreffe allerdings ausschließlich die Pkws, die sich von der Unfallstelle bis zur Anschlussstelle Birkenwerder zurückstauen. Alle dahinter befindlichen Verkehrsteilnehmer werden an der Abfahrt Birkenwerder von der Autobahn abgeleitet, da die eigentliche Vollsperrung nach wie vor aufrecht erhalten wird.

Während der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde, stellten Polizeibeamte dann drei Lkw-Fahrer fest, die während der Fahrt die Unfallstelle mit ihren Handys filmten. Gegen alle drei Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Bei einem schweren Unfall mit insgesamt vier LKWs kamen am Montagvormittag (14. Mai) auf dem Nördlichen Berliner Ring zwischen der Anschlussstelle Birkenwerder und dem Dreieck Oranienburg in Fahrtrichtung zwei Personen ums Leben, eine weitere wurde verletzt. Bei dem Auffahrunfall an einem Stauende verkeilten sich die Sattelzugmaschinen durch die Wucht des Aufpralls dermaßen stark ineinander, dass die Bergungs- und Aufräumarbeiten mehrere Stunden andauerten. Quelle: Julian Stähle

Der Verkehr staute sich in Folge des Unfalls auf der A10 schnell auf mehreren Kilometern Länge und zwischenzeitlich bis zum Dreieck Pankow. Auch die umliegenden Straßen waren von starkem Umgehungsverkehr beeinträchtig. „Wir empfehlen allen Verkehrsteilnehmern, den Bereich weiträumig zu umfahren“, appellierte ein Sprecher der Autobahnpolizei an alle Verkehrsteilnehmer. „Die Bergungs- und Aufräumarbeiten werden noch den ganzen Tag andauern“. Vor Ort sind neben der Polizei auch zahlreiche Rettungskräfte sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz. Mit einer Freigabe der A10 im betroffenen Bereich ist laut Polizei nicht vor dem Abend, zwischen 18 und 20 Uhr zu rechnen.

Der durch den Unfall entstandene Sachschaden wurde nach ersten, sehr groben Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro geschätzt, könnte möglicherweise jedoch auch gar im sechsstelligen Bereich liegen.

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Von Nadine Bieneck

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