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Birkenwerder Weltmeister an der Angelrute
Lokales Oberhavel Birkenwerder Weltmeister an der Angelrute
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01:15 12.10.2018
Angel-Weltmeister Werner Lindenberg aus Birkenwerder. Quelle: Helge Treichel
Birkenwerder

Deutschland ist Weltmeister im „Big Game Fishing“, wo es beim Meeresangeln um die ganz großen Fische geht. Mitglied der Siegermannschaft ist Werner Lindenberg aus Birkenwerder, neben Holger Freese (74) aus Hamburg und André Rothe (44) aus Stralsund. Die zweite deutsche Mannschaft erreichte bei dieser 27. WM den Bronzeplatz. Es ist der größte Erfolg des Deutschen Meeresanglerverbandes (DMV) in dieser Sportart, resümiert DMV-Präsidiumsmitglied Michael Großkopf.

Das Siegerteam mit Werner Lindenberg, Teamchef Holger Freese und André Rothe (v.l.) Quelle: PRIVAT

„Wir sind selber überrascht“, kommentiert Lindenberg den unerwarteten Erfolg. Immerhin hatten sich Teilnehmer aus acht Ländern über ihre nationalen Wettbewerbe für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Und nach dem ersten Wettkampftag lag sein Team noch auf Platz neun. Besonders freut den 67-Jährigen, dass die Deutschen, in deren Heimatgewässern gar keine Großfische leben, die Konkurrenz abhängen konnte. Gelungen sei das vor allem durch ein gelungenes Zusammenspiel und Teamgeist.

Neben diesem Pokal gab es 1500 Euro Preisgeld. Allerdings mussten auch Anreise und Startgeld bezahlt werden. Lindenberg beförderte seine Mannschaft und die komplette Ausrüstung beider Mannschaften in seinem Kleinbus nach Frankreich.. Quelle: privat

Gefischt wurde in diesem Jahr vor der Mittelmeerküste des französischen Frontignan La Peyrade auf den dort vorkommenden Thunfisch. Insgesamt neun Prachtexemplare mit einer Länge zwischen 1,2 und 1,6 Metern zogen die Mitglieder der Siegermannschaft an den beiden Wettkampftagen aus dem Wasser. Und das, obwohl an drei Tagen eine Ausfahrt wegen Sturms nicht möglich war und sie überdies zu dritt antreten mussten, weil ein Mannschaftsmitglied kurzfristig ausfiel. Da vom geankerten Boot somit auch nur drei Angeln ausgeworfen werden konnten „waren unsere Chancen von Anfang an 25 Prozent geringer“. Doch mit einer guten Vorbereitung zum Beispiel auf die ebenfalls gewertete Videodokumentation der Fänge, die wieder in die Freiheit entlassen wurden, habe dieser Nachteil ausgeglichen werden können. Reihum habe jeder von ihnen jeweils drei Fische aufs Deck gezogen. Das strenge Regelement habe bestimmte Angelgeräte vorgeschrieben (Vorfach) und einen Kampfstuhl untersagt. Der Fisch musste somit frei stehend auf dem Deck überwältigt werden. „Ich habe immer noch Muskelkater“, sagt Werner Lindenberg. Besondere Höhepunkte waren für ihn die herzlichen Kontakte mit den übrigen Teilnehmern, der Empfang beim Bürgermeister und vor allem der Festumzug durch die Stadt: „Ich durfte die deutsche Fahne tragen.“

Fahnenträger für die beiden deutschen Mannschaften: Werner Lindenberg. Quelle: PRIVAT

Wie ein Märker zum Meeresangeln kommt? Das habe vor gut zehn Jahren beim Lachsangeln auf der Ostsee begonnen, erzählt Lindenberg mit leuchtenden Augen. Vor zwei Jahren habe er dann erstmals an einer deutschen Meisterschaft im mexikanischen Acapulco teilgenommen. 2017 war die in Italien. Im selben Jahr nahm der Unternehmer aus Birkenwerder bereits an der WM in Portugal teil – und landete mit seinem Team im Mittelfeld. Die nächste WM-Teilnahme ist bereits geplant – dann in Südafrika. Aber weitere Titelambitionen hegt Lindberg nicht: „So ein Erfolg gelingt nicht alle Tage!“

Von Helge Treichel

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