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Blaue Flagge für die Motorsportler

Hennigsdorf Blaue Flagge für die Motorsportler

Zum 19. Mal in Folge hat der Motorwassersportclub Hennigsdorf die Blaue Flagge in die Stahlstadt geholt. Das internationale Ökosiegel für Sportboothäfen ehrt besondere Leistungen im Bereich Umweltkommunikation und Umweltschutz. Beim Havelspektakel am 26. August hat der Verein sein Gelände geöffnet, dann kann man sich über die Flagge informieren.

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Der stellvertretende Bürgermeister Martin Witt (3.v.l.) gratulierte den Vereinsmitgliedern zur 19. Blauen Flagge in Folge.

Quelle: Foto: Paetzel

Hennigsdorf. Um elf Uhr hissten sie die Flagge, sie flatterte in der steifen Brise auf dem Vereinsgelände an der Hafenstraße. Zum 19. Mal hat der Motorwassersportclub Hennigsdorf am Freitag die Blaue Flagge vorgestellt, das internationale Ökosiegel für Sportboothäfen bekommen. Es ehrt besondere Leistungen im Bereich Umweltkommunikation und Umweltschutz.

Vor drei Wochen wurde die Flagge dem Verein offiziell verliehen, fünf Sportboothäfen in Berlin und Brandenburg sowie drei Badestellen haben sie in diesem Jahr bekommen. Die wenigsten haben aber einen so langen Atem wie die Hennigsdorfer Wassersportler. „Nur die Sportbootfreunde Birkenwerder hat die Flagge schon zum 22. Mal bekommen.“ Ziel sei es, die Flagge auch im nächsten Jahr wieder nach Hennigsdorf zu holen, dann wäre es ein rundes Jubiläum. Auch international hat die Flagge große Bedeutung, sie wird in mehr als 40 Ländern auf verschiedenen Kontinenten vergeben. Erstmals war das Symbol für nachhaltigen Tourismus 1985 in Frankreich verliehen worden. Zwei Jahre später auch in Deutschland. Seit dem Jahr 2006 gibt es einen einheitlichen Kriterienkatalog für die Blaue Flagge an Stränden, Badestellen und in Sportboothäfen.

Jedes Jahr muss die Flagge neu beantragt werden, rund 300 Euro zahlen die Mitglieder des Hennigsdorfer Motorwassersportclubs alleine dafür. Auch die Auflagen sind streng, aber für den Verein ist die Flagge dennoch wichtig. „Uns Wassersportlern wird immer unterstellt, wir fahren nur schnell und würden der Umwelt dabei schaden. Hiermit zeigen wir, dass das so überhaupt nicht stimmt“, erklärte Alexander Uebelgünne, Umweltbeauftragter des Vereins.

Unter anderem muss der Verein dafür sorgen, dass etwa Altöl, Pappe, Papier, Glas, Farbreste oder auch Bilgenwasser – ein Gemisch aus Öl und Sprit, das sich im Boot sammelt – ordnungsgemäß entsorgt wird. Dafür gibt es entsprechend beschriftete Tonnen auf dem Vereinsgelände, sie werden regelmäßig kostenpflichtig über die AWU entsorgt. Zudem würden die rund 35 Mitglieder des Vereins regelmäßig in Umwelt-Themen geschult. Auch die Schautafel am Vereinshaus muss ständig aktuelle Informationen enthalten, unter anderen muss sie auf den Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt verweisen.

Der Verein wird sich auch beim Havelspektakel, das am Sonnabend, 26. August,von 10 bis 24 Uhr am Hafen stattfindet, dem Publikum vorstellen. Das Vereinsgelände wird geöffnet sein, auch Informationen zur Blauen Flagge wird es geben. Zudem gibt es einen Infostand zur Diebstahlsicherung. Immerhin werden unter anderem Außenbordmotoren oft gestohlen.

Von Marco Paetzel

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