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Oberhavel Oberhavel von Blitzeis nicht kalt erwischt
Lokales Oberhavel Oberhavel von Blitzeis nicht kalt erwischt
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00:27 08.03.2018
Bei der Eisglätte waren auch wieder die Streufahrzeuge vom Stadthof Oranienburg im Einsatz. Einer der fleißigen Mitarbeiter ist Andreas Kaiser, der ab 4.30 Uhr in Oranienburg und den Ortsteilen unterwegs war, hier in Friedrichsthal. Quelle: Enrico Kugler
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Oberhavel

Der Winter ist noch nicht vorbei. Am Montagmorgen brachte er sich mit teilweise extrem glatten Straßen und Wegen nachhaltig in Erinnerung. Auch in Oberhavel. Etwa ab 6 Uhr setzte in einigen Regionen der erste Regen ein und gefror nach der eiskalten Woche, die hinter uns liegt, sofort am Boden. Blitzeis. Etwa ab 9 Uhr entspannte sich die Lage zusehends. Zu dieser Zeit wechselten die Temperaturen langsam aus dem Minus- in den Plusbereich.

Polizei: Kein Glätteunfall bis 11 Uhr

Die Polizei reagierte gegen 11 Uhr auf die Nachfrage nach glättebedingten Unfällen erstaunlich entspannt. Wie aus der Direktion Nord hieß, sei dort bislang kein Glätteunfall aufgelaufen. Die Polizei verband diese Information mit einem dicken Lob an die Straßenmeistereien der Region und ihre Räum- und Streudienste sowie an die Autofahrer. Die Kraftfahrer seien scheinbar sehr gut auf die extremen Witterungsbedingungen vorbereitet gewesen und hätte ihre Fahrweise darauf eingestellt. Vielleicht der eine oder andere, dort, wo es möglich ist, auf den öffentlichen Personennahverkehr umgestiegen.

Salzmenge kurzfristig erhöht

Die Straßenmeisterei Nassenheide hatte ab 3 Uhr in der Frühe fünf große Fahrzeuge auf den Straßen und ein kleineres auf den Geh- und Radwegen im Streueinsatz. Zudem wurden für das Abstumpfen der Geh- und Radwege zwei weitere kleinere Fahrzeuge von Vertragspartner der Straßenmeisterei zum Einsatz gebracht. Als etwa gegen 6 Uhr Regen einsetzte, sei die Salzmenge, die gestreut wurde, kurzfristig erhöht worden. Der Leiter der Straßenmeisterei Nassenheide, Gunnar Jandt, freute sich über das Lob der Polizei. „Wir waren durch den Wetterdienst vorgewarnt“, sagte er. Alles habe gut geklappt. Von den 1200 Tonnen Streusalz, den die Straßenmeisterei eingelagert hat, seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch 760 im Lager. Also alles im grünen Bereich. Die Straßenmeisterei Nassenheide ist für rund 260 Kilometer Landes- und Bundesstraßen zuständig.

Straßen ab 3 Uhr vorgestreut

Das gilt auch für die Straßenmeisterei in Altlüdersdorf. „Auf dem Wetterradar war zu sehen, dass was im Anmarsch sind“, sagte am Montagvormittag der Leiter der Einrichtung Michael Fähnrich. Ab 3 Uhr seien die Kollegegen mit fünf Lkw unterwegs gewesen und hätten die Straßen vorgestreut. Zehn bis 15 Gramm pro Quadratmeter seien ausreichend gewesen, zumal noch Salz von den Vortagen auf den Straßen gewesen sei.

Trockene Kälte gut für den Straßenzustand

Da hätten die Kollegen vor allem bestimmte Schwerpunkte wie etwa Brückenüberfahrten kontrolliert, weil diese durch den Luftzug unter den Bauwerken anfälliger für Vereisungen sind. Ansonsten aber sei es für den Zustand der Straßen gut gewesen, dass in den vergangenen Tagen vor allem trockene Kälte geherrscht habe und sich nicht so viel Reif bilden konnte. „Gut auch, dass es nicht sehr kräftig geregnet hat“, sagte Michael Fähnrich. So sei das aufgebrachte Salzgemisch nicht zu sehr verdünnt worden und man habe nicht nachsalzen müssen.

Auch in Altlüdersdorf liegt noch genügend Streusalz im Lager, aber Michael Fähnrich hofft, dass nicht mehr so viel davon gebraucht werden wird. „Ich habe langsam die Nase voll von Winter und möchte, dass es nun bald Frühling wird“, sagte er.

Kliniken registrieren kaum Knochenbrüche

Kaum Unfälle gab es gestern auch auf den Gehwegen, obwohl die ebenfalls am Morgen gefährlich rutschig waren. Die Oberhavel Kliniken meldeten am Montagvormittag drei Knochenbrüche im Krankenhaus Oranienburg, zwei in Hennigsdorf und keinen aus Gransee.

Von Bert Wittke

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