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Blütenpracht im Geburtstagsjahr

Eine 800 aus 3500 Blumenzwiebeln Blütenpracht im Geburtstagsjahr

Im Frühjahr werden die Oranienburger für ihren Einsatz belohnt: 3500 Tulpenzwiebeln sind am Sonnabend auf der Fläche gegenüber dem Schloss gesetzt worden. In der Form einer 800. Denn so alt wird die Stadt im kommenden Jahr.

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Die vorsortierten Zwiebeln.

Oranienburg. Die fünfjährige Merle und ihre Brüder buddeln im Akkord. „Die wollen ja gar nicht mehr aufhören“, bemerkt ihr Vater. Er staunt über die Ausdauer seiner Kinder. Matthias Hennig, Ortsvorsteher von Lehnitz, hat den Nachwuchs zu einer ganz besonderen Aktion mitgenommen.

Alle Oranienburger waren am Sonnabend eingeladen, anlässlich des bevorstehenden Festjahres 2016 eine große „800“ zu pflanzen. 31 Bürger, meist Familien mit Kindern, waren gekommen. Auf der Grünfläche an der Havel gegenüber vom Schloss brachten sie rund 3500 Tulpenzwiebeln in die Erde – bei strahlender Sonne. Schippen und kleine Gummimatten für die Knie wurden gestellt. Nach getaner Arbeit gibt es Kaffee, Saft und Kekse. Im Frühjahr soll die Jahreszahl dann im leuchtenden Orange erblühen.

Vorbereitet und durchgeführt wurde die Aktion von der Tourismus und Kultur Oranienburg GmbH sowie der Stadt. „Die Idee stammt aber von den Bürgern, es ist ihre Aktion“, betont Pierre Schwering, Sachgebietsleiter Gemeinwesen, Jugend und Sport bei der Stadt Oranienburg.

Das Event soll nicht nur auf das Festjahr einstimmen, sondern sie ist auch Teil des Audits „Familiengerechte Kommune“. Die Stadt hat es erfolgreich durchlaufen – im Juni dieses Jahres bekam Oranienburg das Gütesiegel „Familiengerechte Kommune“ verliehen. Zahlreiche Maßnahmen wurden beschlossen, so Pierre Schwering. Unter anderem können die Einwohner nun auch öffentliche Flächen mitgestalten und so attraktiver machen. Der Standort für die Jahreszahl sei ideal, findet er. Vom Schlossplatz könne man die „800“ sehr gut sehen. Zu der günstigen Lage komme der schräge Verlauf des Areals, das ja eine Anhöhe darstellt.

Oranienburg habe sich hervorragend entwickelt, sagt Anke Michelczak, Leiterin des Amts für Bildung und Soziales bei der Stadt Oranienburg. Seit der Wende lebt die einstige Liebenwalderin hier, sie erinnert sich an ein „Grau in Grau“ ohne jegliches Zentrum. Nun freut sie sich über die sanierten Gebäude und die neue Mitte, für sie das Schloss mit der Bibliothek.

Auch Stefan Teltzrow gräbt emsig. Die Pflanzaktion ist für den Gartenbauingenieur ohnehin ein Heimspiel. Ehrenamtlich betreut er zudem zwei Schulgärten in Oranienburg. „Man wird hier als Bürger ernst genommen“, lobt der einstige Berliner. Da gebe er gerne etwas zurück.

Ortsvorsteher Matthias Hennig sieht die Jahreszahl auch als Symbol für das weitere Zusammenwachsen aller Ortsteile. Auch wenn er in Lehnitz lebt, sei er überzeugter Oranienburger. Er freut sich schon auf den Frühling. Und scherzt: „Wenn das hier blüht, erzählen meine Kinder bestimmt, welche Zwiebel sie hier genau eingebuddelt haben.“

Von Fritz Hermann Köser

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