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Oberhavel Blutproben werden im Fachlabor untersucht
Lokales Oberhavel Blutproben werden im Fachlabor untersucht
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08:24 28.02.2017
Die Registrierung in der Gesamtschule Birkenwerder. Quelle: Robert Roeske
Birkenwerder

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs, aber nur ein Drittel der Patienten mit Leukämie finde innerhalb der Familie einen passenden Stammzellenspender und jeder siebte suche derzeit sogar vergeblich einen Lebensretter, sagt Maria Matuschak von der gemeinnützigen DKMS GmbH (ehemals Knochmarkspenderdatei).

1327 Personen hatten sich deshalb am vergangenen Sonnabend in Birkenwerder für eine Stammzellenspende registrieren lassen – im Zuge der Hilfsaktion „Tessa braucht dich!“. Denn auch für die 21-Jährige aus Birkenwerder konnte bislang kein Spender gefunden werden, obwohl sich bereits 7 113 617 Personen weltweit registrieren ließen. Immerhin 61 143 Menschen habe seit der DKMS-Gründung im Jahr 1991 mit einer Stammzellenspende geholfen werden können, so Projektmanagerin Maria Matuschak. Die Zahlen verdeutlichen aber, dass die Trefferquote für einen passenden Spender, einem genetischen Zwilling, bei unter einem Prozent liegt. Und selbst mit Transplantation stiegen die Überlebenschancen auf lediglich rund 50 Prozent.

Die Organisatorinnen und der Schirmherr der Registrierungsaktion für Tessa (v. l.): Simona Zimmermann und Petra Liese von der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule, Bürgermeister Stephan Zimniok und Maria Matuschak von der DKMS gGmbH. Quelle: Helge Treichel

Was passiert jetzt mit den in Birkenwerder frisch abgenommenen Blutproben von je fünf Millilitern? Diese werden in einem Fachlabor untersucht. „Die Bestimmung der Gewebemerkmale ist sehr aufwendig und es dauert einige Wochen, bis die Ergebnisse vorliegen“, sagt Maria Matuschak. Diese Daten würden anschließend in anonymisierter Form im zentralen Knochenmark-Register (ZKRD) in Ulm gespeichert und stünden weltweit für Patientenanfragen zur Verfügung. Wird bei den Gewebemerkmalen eine Übereinstimmung von einem Patienten und einem potenziellen Spender gefunden, würden weitere Untersuchungen gemacht.

Bei einer Stammzellenentnahme „kommen zwei mögliche Verfahren zum Einsatz“, erläutert Maria Matuschak. In rund 80 Prozent der Fälle sei das die periphere Stammzellenentnahme aus der Blutbahn. Dem Spender werde über fünf Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieses Medikament steigere die Anzahl der Stammzellen im Blut, die dann mit einem Dialyseverfahren ambulant ausgefiltert würden. Das dauere rund zwei Spielfilme lang.

Fünf Milliliter Blut reichen aus für eine genetische Untersuchung der Gewebemerkmale. Quelle: Helge Treichel

In rund 20 Prozent der Fälle werde Knochenmark aus dem Beckenkammknochen entnommen. Unter Vollnarkose werde mit einer Punktionsnadel circa ein Liter des Knochenmark-Blut-Gemisches gewonnen. Die Regeneration dauere etwa zwei Wochen.

Der RBB teilte mit, dass die Registrierungsaktion am 1. März nur für die Mitarbeiter der Rundfunkanstalt gedacht ist.

Tessa war am Sonnabend dabei und dankte vielen Helfern persönlich. Quelle: Robert Roeske

Von Helge Treichel

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