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Blutspender sind Idealisten

Die letzte gute Tat im alten Jahr Blutspender sind Idealisten

So mancher wollte beim letzten Termin beim DRK im alten Jahr noch einmal Gutes tun: Eine lange Schlage bildete sich beim Blutspenden in der Berliner Straße 104. Blutkonserven werden immer gebraucht.

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Schwester Martina Musfeldt ist die Teamleiterin an diesem Nachmittag

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Für Marianne Behrend ist es die 41. Spende an diesem Abend. „Es ist mir einfach ein Herzensbedürfnis. Und man kann mit einer Blutspende auf einfache Weise Menschen helfen, denen es nicht so gut geht“, begründet die Oranienburgerin, warum sie sich seit Jahren zum freiwilligen „Aderlass“ einfindet. Seit vielen Jahren ist sie dabei, die ganze Familie spende inzwischen Blut und sie habe sich auch bei der DKMS registrieren lassen für eine Knochenmarkspende.

„Das ist wohl hier heute die letzten gute Tat für 2015“, ruft Schwester Martina Musfeldt gut gelaunt in den Saal der DRK-Kreisgeschäftsstelle in der Berliner Straße 104. Mehrere Liegen sind aufgestellt, wo die medizinische Fachangestellte beim Blutspendedienst des DRK-Nordost, immer wieder Neuankömmlinge „anzapft“, sie bei der Spende betreut, bei Laune hält, sie nicht ohne herzliches Dankeschön verabschiedet und auf den „Spenderimbiss“ aufmerksam macht. Sich stärken, gehört dazu. Immer ein halber Liter des roten Safts wird abgezapft. Je nach Spender, dauert das zwischen fünf bis zwölf Minuten, bis der gefüllt ist. Durchschnittlich kommen in Oranienburg 45 bis 75 Personen zu einem Spendetermin. An diesem letzten Termin im Jahr 2015 stehen die Spenderwilligen Schlange vor der Arzttür.

Hannelore Kabella ist auch schon lange dabei. Zum 84. Mal spendet die Oranienburgerin den lebensrettenden Saft. 1992 hat sie damit begonnen. „Mir kann ja auch mal was passieren und dann bin ich froh über eine Blutkonserve.“ Nach der Spende stärkt sie sich und radelt nach Hause.

Erst zum zweiten Mal hat sich Stephan Postler auf der Liege lang gemacht. Im Sommer war er dem Aufruf des DRK zur Spende gefolgt. Früher als Student sei er oft gewesen, nach langer Pause will er nun wieder regelmäßig dabei sein. An diesem Tag hatte er Urlaub und war überrascht, wie viele Frauen und Männer gekommen waren. „Man ist hier gut betreut, spürt nur einen Pieks“, beschreibt er die Prozedur. Der Inhaber der Firma Elektrotechnische Vertretungen in Oranienburg findet die Aktion gut. So gut, dass er seinen Mitarbeitern – sieben sind sie im Unternehmen – „einen Tag frei gibt, wenn sie spenden gehen“.

Beutel für Beutel wird an diesem Abend in den Kühlkisten verstaut. Noch in der Nacht gehen die Blutkonserven nach Neuruppin und von dort per Sammeltransport mit Spenden aus Berlin und Potsdam nach Dresden, wo sie verarbeitet werden. „Dann kommen sie zurück in die Region. Das ist so üblich. Wenn natürlich in Mecklenburg Notstand herrscht, dann helfen wir natürlich dort“, erklärt Schwester Martina.

Von Heike Bergt

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