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Oberhavel Bock auf Bockbier
Lokales Oberhavel Bock auf Bockbier
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00:19 01.11.2017
Auch Steve Hennig (l.) und Feuerwehrmann Sven Herzog hielten ein Pläuschchen. Bockbier war für den Kameraden aber tabu. Quelle: Foto: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Der süßliche Geruch von Eisbein lag in der Luft, aus den Boxen wummerte Vanessa Mais Hit „Wolke Sieben ist noch frei“. Wie jedes Jahr verwandelte sich der Hof der Hennigsdorfer Feuerwehr am Sonnabend beim traditionellen Bockbierfest zur kleinen Festmeile.

Doch die meisten Gäste saßen ganz hinten im großen Zelt. Arpad Nagy hatte es sich hier mit seiner Frau Birgit gemütlich gemacht. Das Bockbierfest wollte der Vorsitzende des Hennigsdorfer Ausländerbeirates schon seit Jahren besuchen, doch immer war ihm irgendetwas dazwischengekommen. „Heute hat es endlich geklappt, auch wenn das Wetter nicht so toll ist“, so Nagy. Er freute sich nicht nur auf Bockbier und Eisbein, sondern auch darauf, Feuerwehrleute aus den LEW-Werken wiederzutreffen, wo auch der Ungar gearbeitet hat. Doch nicht nur die traf Nagy: Die Bänke im Zelt füllten sich nach und nach, die Hennigsdorfer trotzten dem Mistwetter.

Ein paar Meter weiter rotierte Robert Heinsius, der 2. Vorsitzende des Feuerwehrfördervereins. Seit 16 Jahren organisiert sein Verein das Bockbierfest für die Hennigsdorfer. „Wir wollen den Leuten in der dunklen Jahreszeit einfach ein schönes Fest bieten, die Feuerwache ist zentral genug für alle gelegen“, so Heinsius. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Getränken fließen in die Kassen des Fördervereines. Dieses Geld investiert der Verein unter anderem in neue Ausrüstung für die Feuerwehr, auch Ausflüge der Jugendwehr werden davon bezahlt. In den vergangenen Jahren hatten die Feuerwehrleute immer Glück mit dem Wetter. „Nun ist es eben mal nicht so“, sagte Heinsius schulterzuckend. Vorbereitet waren die Kameraden aber auf Sturmtief „Herwart“: Die Zelte waren sturmgesichert und beheizt.

Geholfen haben dabei wie immer auch die Kinder und Jugendlichen der Wehr. So wie Fabian Bentin. Seit drei Jahren ist der 14-Jährige in der Jugendwehr, bisher hat er immer beim Fest geholfen. „Ich mag die Kameradschaft, wir halten hier zusammen“, sagt der Junge. In den vergangenen Jahren waren die Kinder und Jugendlichen immer für die Feuerschalen zuständig, die die Gäste beim Fest wärmten. Doch die gab es sturmbedingt in diesem Jahr nicht.So hatten sie vor allem ein Auge auf Toiletten und Papierkörbe.

Von Marco Paetzel

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