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Oberhavel Bombardier: Gespräche beginnen im März
Lokales Oberhavel Bombardier: Gespräche beginnen im März
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02:15 24.02.2017
Zuletzt gab es mehrere Protestaktion für die Zukunft des Hennigsdorfer Werkes. Quelle: Enrico Kugler
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Hennigsdorf

Dem Hennigsdorfer Bombardier-Werk droht im Zuge der Sanierungen weiter die Einstellung der Produktion und damit der Verlust von mindestens 500 Arbeitsplätzen. Am 8. März am Standort Görlitz sollen nun die Gespräche zwischen Konzern, Gesamtbetriebsrat und IG Metall beginnen. Laut Bombardier habe der im Januar beim damaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vereinbarte Dialog schon Anfang vergangener Woche begonnen, das konnte Betriebsratschef Michael Wobst aber nicht bestätigen.

Inwieweit die Gespräche aber überhaupt noch Einfluss auf Bombardiers Streichpläne haben, das kann derzeit niemand sagen. Michael Fohrer, Chef von Bombardier Transportation, hatte schon vor zwei Wochen in einem Interview verkündet, dass der Konzern die Produktion aus Hennigsdorf abziehen wolle. Dabei hatten die vereinbarten Gespräche mit Betriebsrat und IG Metall noch nicht einmal begonnen. Als Reaktion gab es am nächsten Tag wütende Proteste von rund 400 Mitarbeitern auf dem Hennigsdorfer Gelände, sie fühlten sich übergangen. „Ja, es werden immer mehr Pflöcke eingeschlagen, was es für uns bei den Gesprächen immer schwerer macht“, so Wobst. Trotzdem sei er noch nicht komplett hoffnungslos, was die Zukunft des Standortes angeht. „Vielleicht können wir das Gesamtkonzept nicht mehr umwerfen, aber doch noch Änderungen durchsetzen, die für uns wichtig sind“, so der Betriebsratschef. Hätte er die Hoffnung komplett verloren, würde er auch gar nicht erst in die Gespräche gehen, erklärte Wobst.

Wie intensiv die Gespräche werden, das ließe sich noch nicht sagen. „Bei der Auftaktrunde in Görlitz gibt es aber viele komplexe Themen, immerhin sind Standorte in Deutschland und Europa betroffen“, so Wobst. Ob es am Hennigsdorfer Standort wieder zu Protestaktionen kommen werde, ließ Wobst gestern noch offen. „Jetzt setzen wir erstmal auf die Gespräche.“

Von Marco Paetzel

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