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Oberhavel Bombardier: Streiks sind nicht vom Tisch
Lokales Oberhavel Bombardier: Streiks sind nicht vom Tisch
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00:21 10.02.2018
Die zentrale Forderung der IG-Metall nach der Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West ist weiterhin nicht umgesetzt. Quelle: Foto: Robert Roeske
Hennigsdorf

Nach der Einigung der Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie im Tarifbezirk Baden-Württemberg ist der Hennigsdorfer Betriebsratschef Michael Wobst mit den Ergebnissen recht zufrieden: „Der Abschluss ist absolut positiv, die Entgelterhöhung ist nennenswert und auch die Arbeitszeitthematik ein Schritt in die richtige Richtung.“ Allerdings sei weiterhin die Frage ungeklärt, ob die Arbeitszeiten in Ost und West auf 35 Stunden angeglichen werden. „Wenn die Arbeitgeber jetzt sagen, dass sie darüber nicht reden wollen, geben wir uns damit nicht zufrieden“, so Wobst. Solange es in dieser Frage kein Ergebnis gebe, seien auch Streiks in Hennigsdorf weiterhin nicht ausgeschlossen. Aktuell gilt bei Bombardier laut Firmentarifvertrag bis Ende September die 37-Stunden-Woche. „Wenn der Arbeitgeber es so will, hätten wir danach wieder die 38 Stunden, aber das gäbe riesige Auseinandersetzungen“, so Michael Wobst.

Sorgen bereitet ihm auch nach wie vor der Stellenabbau im Werk, die komplette Produktion in Hennigsdorf ist bedroht. Vereinbart wurde, dass es bis Ende 2019 keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Zudem hat das Management Mitarbeitern im Werk 480 000 Stunden Arbeitszeit pro Jahr garantiert. Jetzt gehe es in den Verhandlungen darum, dass das Management bekanntgibt, wann und in welchem Umfang Projekte aus Hennigsdorf verlagert werden und welcher Anteil der Serienproduktion im Werk verbleibt. Es sei eine paradoxe Situation, die Auftragsbücher seien voll. „Wir haben in diesem und dem nächsten Jahr mehr Aufträge als in den Vorjahren, das soll auch zum Teil wieder mit Leiharbeitern bewältigt werden“, so Wobst.

Von Marco Paetzel

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