Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Bombardier: Streiks sind nicht vom Tisch

Hennigsdorf Bombardier: Streiks sind nicht vom Tisch

Trotz der Einigung im Tarifstreit in Baden-Württemberg fordert der Hennigsdorfer Bombardier-Betriebsratschef Michael Wobst für den Osten die Angleichung an die 35-Stunden-Woche im Westen. „Wenn die Arbeitgeber jetzt sagen, dass sie darüber nicht reden wollen, geben wir uns damit nicht zufrieden“, erklärt Wobst.

Voriger Artikel
Rathausfest zum 15. Geburtstag der Gemeinde
Nächster Artikel
Eulzer hat den Grünen Daumen

Die zentrale Forderung der IG-Metall nach der Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West ist weiterhin nicht umgesetzt.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Hennigsdorf. Nach der Einigung der Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie im Tarifbezirk Baden-Württemberg ist der Hennigsdorfer Betriebsratschef Michael Wobst mit den Ergebnissen recht zufrieden: „Der Abschluss ist absolut positiv, die Entgelterhöhung ist nennenswert und auch die Arbeitszeitthematik ein Schritt in die richtige Richtung.“ Allerdings sei weiterhin die Frage ungeklärt, ob die Arbeitszeiten in Ost und West auf 35 Stunden angeglichen werden. „Wenn die Arbeitgeber jetzt sagen, dass sie darüber nicht reden wollen, geben wir uns damit nicht zufrieden“, so Wobst. Solange es in dieser Frage kein Ergebnis gebe, seien auch Streiks in Hennigsdorf weiterhin nicht ausgeschlossen. Aktuell gilt bei Bombardier laut Firmentarifvertrag bis Ende September die 37-Stunden-Woche. „Wenn der Arbeitgeber es so will, hätten wir danach wieder die 38 Stunden, aber das gäbe riesige Auseinandersetzungen“, so Michael Wobst.

Sorgen bereitet ihm auch nach wie vor der Stellenabbau im Werk, die komplette Produktion in Hennigsdorf ist bedroht. Vereinbart wurde, dass es bis Ende 2019 keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Zudem hat das Management Mitarbeitern im Werk 480 000 Stunden Arbeitszeit pro Jahr garantiert. Jetzt gehe es in den Verhandlungen darum, dass das Management bekanntgibt, wann und in welchem Umfang Projekte aus Hennigsdorf verlagert werden und welcher Anteil der Serienproduktion im Werk verbleibt. Es sei eine paradoxe Situation, die Auftragsbücher seien voll. „Wir haben in diesem und dem nächsten Jahr mehr Aufträge als in den Vorjahren, das soll auch zum Teil wieder mit Leiharbeitern bewältigt werden“, so Wobst.

Von Marco Paetzel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg