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Oberhavel Bombardier: Widerstand gegen Stellenabbau
Lokales Oberhavel Bombardier: Widerstand gegen Stellenabbau
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21:04 15.03.2016
Eine erste Protestaktion der Bombardier-Mitarbeiter gab es Ende Februar in Hennigsdorf. Quelle: Foto: R. Roeske (Archiv)
Hennigsdorf

Einen bundesweiten Aktionstag gibt es am Donnerstag an allen Bombardier-Standorten in Deutschland, auch in Hennigsdorf ist ab 11 Uhr vor dem Haupttor eine Protestaktion geplant. Zu den Rednern werden Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD), IG-Metall-Mann Wolfgang Lemb, Bombardier-Betriebsratschef Michael Wobst und Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) zählen, der sich hinter die Forderungen des Betriebsrates gestellt hat. Hennigsdorf müsse Produktionsstandort bleiben, forderte der Bürgermeister.

Zusammen mit dem Stahlwerk, das vor allem vor dem Hintergrund der billigen Konkurrenz aus China und Weißrussland in Schwierigkeiten geraten ist, gehe es in Hennigsdorf um 3500 Arbeitsplätze in der Industrie. Dass Bürgermeister Andreas Schulz nun auf der Bombardier-Protestveranstaltung redet, kann als Zeichen gesehen werden, dass die Stadtverwaltung voll hinter dem Bombardier-Standort steht. „Aber man muss auch sagen, dass das ein internationaler Konzern ist, der sich dem örtlichen Einfluss entzieht“, erklärte der Bürgermeister.

Ende Februar hatte Bombardier bekanntgegeben, dass im Werk bis Ende des kommenden Jahres 270 Stellen abgebaut werden sollen, 70 davon Leiharbeiter. Das sind knapp zehn Prozent der Belegschaft. Viele der Beschäftigten sind verunsichert, weil sie nicht wissen, ob sie von den Entlassungen betroffen sind. Auch eine reguläre Betriebsversammlung in der vergangenen Woche habe wenig Neues gebracht, so Betriebsratschef Michael Wobst. „Leider wurde dort sehr viele Fragen wieder nicht beantwortet, die Leute sind ziemlich sauer“, erklärt Wobst.

Bislang sei nur bekannt, dass in den Bereichen Produktion, Entwicklung und Konstruktion und Einkauf im Hennigsdorfer Werk Stellen abgebaut werden sollen – allerdings gibt es nach wie vor keine genauen Zahlen. „Es wurden auch Zahlen genannt, aber die waren teilweise aus unserer Sicht einfach nicht plausibel“, sagt Wobst. Ohne vernünftige Informationen seien die Leute verunsichert, die Stimmung im Werk schlecht. Wobst selbst habe konkretere Zahlen, allerdings seien auch diese noch nicht verlässlich. „So lange wir nichts Genaues wissen, wollen wir die Leute nicht verrückt machen.“

Neben dem drohenden Personalabbau sei auch die mangelnde Arbeitsauslastung im Werk ein Problem. Momentan könnten die Mitarbeiter das noch durch angesammelte Stunde aus arbeitsreicheren Monaten ausgleichen, aber das funktioniere nur auf begrenzte Zeit. Wir fordern eine entsprechende Auslastung“, so Wobst. Nach wie vor befürchtet er, dass die Serienfertigung im Werk eingestellt werden soll, das sei ein Sterben auf Raten. Beim Aktionstag wolle er sich kämpferisch geben, Mitbestimmung einfordern. Man sehe die Probleme im Unternehmen auch und habe Lösungen. „Wir wollen vom Management endlich gehört werden!“, so der Betriebsratschef.

Von Marco Paetzel

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