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Oberhavel Bombe um 15 Uhr erfolgreich entschärft
Lokales Oberhavel Bombe um 15 Uhr erfolgreich entschärft
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16:27 16.07.2015
Der Sperrkreis erstreckt sich bis Berlin-Heiligensee.  Quelle: Grafik: Stadtverwaltung
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Hennigsdorf

Die 125-kg-Bombe im Hennigsdorfer Ortsteil Stolpe-Süd ist heute erfolgreich entschärft worden. Gegen 15 Uhr wurde der Erfolg gemeldet, es gab keinerlei Komplikationen, teilt die Stadtverwaltung mit. Der Sperrkreis in Hennigsdorf-Süd und Berlin-Heiligensee konnte kurz danach wieder freigegeben werden, 3300 Menschen können in ihre Häuser zurück. Anschließend fuhr auch die S-Bahn-Linie S25 wieder durchgängig, deren Strecke ebenfalls in dem Sperrkreis von 1000 Metern um den Fundort der Bombe lag. Für die Entschärfung der Bombe war vom Vormittag an auch die Autobahn A111 gesperrt. Der Verkehr wurde über Landstraßen umgeleitet. Ebenfalls ruhte der Schiffverkehr auf dem Oder-Havel-Kanal.

Ein Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes unter Leitung von Jens Simon kümmerte sich um den Blindgänger. Zum Team gehörten außerdem Heiko Borchert, Frank Pestel, René Benoit und Ralf Lattenstein.

Zünder stark deformiert

Bei dem Blindgänger handelet es sich um eine 125-kg-Bombe britischer Bauart. Sie lag in nur einem Meter Tiefe. Der Zünder der Bombe war stark deformiert. Zum Entschärfen kam ein Wasserstrahlschneidgerät zum Einsatz, bei dem der Zünder durch den Wasserstrahl herausgeschnitten wird.

Sperrkreis planmäßig geräumt

Der Sperrkreis konnte planmäßig gegen 12 Uhr zur Entschärfung freigegeben werden. Es habe keine Komplikationen gegeben, teilte die Hennigsdorfer Stadtverwaltung mit. Etwa 1300 Anwohner in Stolpe-Süd und 2000 Anwohner in Berlin-Heiligensee müssen nach Angaben der Stadtverwaltung und der Polizei voraussichtlich bis zum frühen Nachmittag ihre Wohnungen verlassen.

Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt waren von Tür zu Tür gegangen und haben kontrolliert, ob der Sperrkeis von 1000 Metern wirklich geräumt war.

Erste Evakuierung in der Größenordnung

Für Hennigsdorf war es die erste Evakuierungsaktion in dieser Größenordnung. Die Stadtverwaltung hat umfangreiche Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Bürger eingeleitet. Wer während der Entschärfung keine alternative Unterkunft hatte, konnte sich im Stadtklubhaus, Edisonstraße 1, aufhalten und wurde dort betreut und versorgt. Mit der OVG wurde ein Busverkehr zum Stadtklubhaus organisiert. Einen Zwischenhalt gab es am Bahnhof Hennigsdorf/Busbahnhof Hennigsdorf.

Bürger, die krank sind oder andere Hilfe benötigen, wurden gebeten, sich umgehend in der Stadtverwaltung zu melden. Die Stadt hatte für weitere Fragen und Informationen ein Bürgertelefon eingerichtet.

Aslybewerberheim im Sperrkreis

Im Sperrkreis liegt auch das Asylbewerberheim Stolpe-Süd, in Berlin musste ein Seniorenheim geräum werden. Informationsblätter wurden bereits im Vorfeld in mehreren Sprachen verteilt.

Während der Entschärfung wurde der S-Bahn-Verkehr zwischen Tegel und Hennigsdorf eingeschränkt beziehungsweise ganz eingestellt. Ab 10 Uhr fuhren die S-Bahn zwischen den Bahnhöfen Tegel und Hennigsdorf ohne Halt in Heiligensee durch. Ebenfalls wurde die Autobahn 111 ab 12 Uhr gesperrt. Es gab einen Mega-Stau, denn die letzte freie Ausfahrt in Richtung Berlin war Stolpe. Sämtlicher Verkehr wurde über die Landstraße umgeleitet. Lkws mussten eine Zwangspause auf der Rastanlage Stolper Heide einlegen.

Von Ulrich Bergt/MAZonline

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