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Oberhavel Bombenentschärfung in Oranienburg abgesagt
Lokales Oberhavel Bombenentschärfung in Oranienburg abgesagt
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10:28 20.04.2017
Hier war die Anomalie entdeckt worden. Quelle: Bert Wittke
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Oranienburg

Oranienburg war bereits gut vorbereitet auf einen Bombenentschärfung am Freitag. Der Sperrkreis wurde, wenn auch noch flexibel, gezogen worden, das Bürgerservice-Telefon aktiviert und die Bürger informiert worden. Doch die Anomalie auf dem Grundstück „Zur Rolle 20“ in Sachsenhausen ist keine Bombe! Sie wurde durch die Reste eines Tiefbrunnens ausgelöst. Darüber informierte der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg am Donnerstagmorgen das Ordnungsamt der Stadt.

Nach der Winterpause war um den Verdachtspunkt im Neubaugebiet der Spundwandkasten in die Erde gepresst und mit der Grundwasserabsenkung begonnen worden, um den georteten metallischen Gegenstand freilegen zu können. Man vermutete einen Zerscheller.

Sperrkreis aufgehoben – noch 300 Bomben vermutet

Die Reste des Brunnens sind inzwischen geborgen worden und das Loch wird verfüllt, der Spundwandkasten wird herausgezogen. Die Einrichtung eines Sperrkreises am morgigen Freitag, 21. April, ist somit nicht mehr erforderlich.

Oranienburg hat viel Erfahrung mit Bombenentschärfungen. 200 Entschärfungen hat es in der Stadt bereits gegeben. Auf die Kampfmittelexperten in Oranienburg kommt die nächsten Jahre noch eine Menge Arbeit zu. Etwa 300 Blindgänger werden im Untergrund der Stadt vermutet. Viel Zeit bleibt den Sprengmeistern nicht, denn die chemischen Langzeitzünder werden immer labiler und könnten die Blindgänger zur Explosion bringen.

Von Heike Bergt

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