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Bombenverdacht erst Mitte Dezember geklärt

Oranienburg informiert Bombenverdacht erst Mitte Dezember geklärt

Um herauszufinden, um welche Art von Gegenstand es sich bei dem Fundstück im Louise-Henriette-Steg handelt, muss dieser freigelegt werden. Die dafür erforderlichen Vorbereitungen sind inzwischen abgeschlossen. Die Stadt informiert nun über den weiteren Fahrplan in den nächsten Tagen.

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Der mögliche Sperrkreis, sollte es sich bei dem Gegenstand um eine Bombe handeln und diese entschärft werden müssen.

Quelle: Stadt Oranienburg

Oranienburg. Wie die MAZ bereits am Dienstag berichtete, wurde im Louise-Henriette-Steg in Oranienburg ein metallischer Gegenstand gefunden. Dieser wurde im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche festgestellt und befindet sich unter dem dort verlaufenden Radweg in einer Tiefe von vier Metern.

Um herauszufinden, um welche Art von metallischem Gegenstand es sich handelt und ob es sich bei dem Gegenstand um eine Bombe handelt, muss dieser freigelegt werden. Die dafür erforderlichen Vorbereitungen sind inzwischen abgeschlossen. So wurden unter anderem drei Bäume gefällt, diverse Trink- und Schmutzwasserleitungen verlegt sowie insgesamt acht Brunnen für die nötige Grundwasserabsenkung gebohrt.

Ziel ist es, so die Stadt Oranienburg, den Verdachtspunkt noch vor Weihnachten abklären zu können. Dafür ist laut Stadt folgender Ablauf vorgesehen:

Montag, 4.12.:

Die Installation der Rohrleitungen, die für die Grundwasserabsenkung erforderlich sind, beginnt. In den darauf folgenden Tagen wird die Grundwasserabsenkung durchgeführt.

Dienstag, 12.12.:

Nach Installation der Grundwasserabsenkungs-Anlage und erfolgreichem Probebetrieb beginnt die Aufgrabung des metallischen Gegenstandes mit dem Einsetzen der Brunnenringe.

Dienstag, 19.12.:

Verlaufen die Grundwasserabsenkung und die Aufgrabung wie geplant, kann laut Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) an diesem Tag eine Aussage zur Art des metallischen Gegenstandes erfolgen. Sollte es sich um eine bezünderte Bombe handeln, tritt sofort ein kleinerer Sperrkreis mit einem Radius von ca. 100 Metern rund um den Fundort in Kraft, der innerhalb von drei Stunden zu verlassen ist. Davon betroffen wären gut 200 Anwohner, das Louise-Henriette-Center sowie insgesamt knapp 50 Gewerbebetriebe, zahlreiche Praxen und Büros.

Mittwoch, 20.12.:

Sollte es sich um eine bezünderte Bombe handeln, kann an diesem Tag voraussichtlich die Entschärfung erfolgen. Dafür würde ab 8.00 Uhr ein Sperrkreis mit einem Radius von etwa 900 Metern in Kraft treten (siehe Graphik), von dem unter anderem knapp 12 000 Personen, sechs Kitas, neun Schulen sowie die Stadt- und Kreisverwaltung betroffen wären. Auch der Bahnverkehr wäre an diesem Tag unterbrochen. Die Sicherung des Sperrkreises würden Polizei und Wachschutz übernehmen. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Oranienburg führen ab 8.00 Uhr die Kontrolle des Sperrkreises durch, denn die Entschärfung kann erst beginnen, wenn sichergestellt ist, dass sich keine unbefugten Personen mehr im Sperrkreis aufhalten. Wenn die Kontrolle wie geplant gegen 11.00 Uhr abgeschlossen ist, könnte dann die Entschärfung beginnen und der Sperrkreis voraussichtlich gegen 15.00 Uhr wieder aufgehoben werden.

Weitere wichtige Informationen:

Für von der möglichen Bombenentschärfung betroffene Personen wird ab dem 19. Dezember 9 Uhr bis zum Abschluss der Entschärfung ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter 03301-600 900 zu erreichen ist.

Personen, die nur eingeschränkt gehfähig sind, im möglichen Sperrkreis wohnen und zum Beispiel einen Transport zur zentralen Anlaufstelle benötigen, wenden sich bitte bis spätestens 8. Dezember an das Ordnungsamt der Stadt Oranienburg unter 03301-600 901.

Die Stadt weist vorsorglich darauf hin, dass die Entschärfung auch längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Vom Sperrkreis betroffene Bürgerinnen und Bürger mögen deshalb bitte alle notwendigen Dinge wie Medikamente, Spezialnahrung und angemessene Kleidung mitnehmen. Ebenso wichtig ist es, vor Verlassen der Wohnung, Elektro- und Gasgeräte auszuschalten sowie Wasserhähne zu schließen.

Wie erwähnt, wäre bei einer möglichen Entschärfung auch der Bahnverkehr betroffen, da der Bahnhof Oranienburg im Sperrkreis liegt. Genaue Informationen zum dann in Kraft tretenden Schienenersatzverkehr (SEV) und letzten Bahnabfahrten folgen, sobald der Stadt diese vorliegen. Auch über die öffentlichen Anlaufstellen, die für vom Sperrkreis betroffene Anwohner wieder eingerichtet werden, wird die Stadt Oranienburg zeitnah informieren.

Von MAZonline

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