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Oberhavel Diese Brandenburgerin begeistert bei The Voice of Germany
Lokales Oberhavel Diese Brandenburgerin begeistert bei The Voice of Germany
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00:19 09.11.2018
Ute Spiegel liebt die Arbeit mit Pferden und Rindern – und die Musik. Quelle: Privat
Sommerfeld

Ute Spiegel schaute sich noch einmal kurz um und schloss dann die Augen. Die 50-Jährige wollte den Auftritt bei „The Voice of Germany“ von Anfang bis Ende genießen. 90 Sekunden Balsam für die Seele. „Ich hatte zwei Vorausscheide, so genannte Blind Auditions, überstanden und war eine der letzten Hundert von 6000, die ihren Song präsentieren durfte“, sagt Ute Spiegel. Ihr guter Freund Fred Zahl hatte die Sommerfelderin zum Casting angemeldet. „Er sagte, ich solle es mal probieren. Ich hätte das Zeug dafür.“

Die gelernte Krankenschwester, die bei der DRK-Klinik Westend arbeitet, legte sich kräftig ins Zeug, um die Jury-Mitglieder zu überzeugen. Ziel bei der Show ist es, dass mindestens ein Mitglied vom Gesang der Kandidatin so begeistert ist, dass er den Buzzer drückt und sich sein Sessel umdreht. Erst dann ist das Ticket in die Hauptrunde gelöst. Das Juroren-Duo Smudo und Michi Beck von der Hip-Hop-Band „Die Fantastischen Vier“, die Sängerin Yvonne Catterfeld und die Sänger Mark Forster und Michael Patrick Kelly haben es in der Hand. Sie entscheiden über Tränen und Jubel.

Ute Spiegel beim Auftritt von The Voice of Germany. Quelle: SAT.1/ProSieben/André Kowalski

Die Jury genoss den Auftritt der 50-Jährigen aus Oberhavel, die in Berlin groß geworden ist und seit 1995 in der Region lebt. Unter anderem in Schwante. Dort hatte Ute Spiegel einst den Jugendclub geleitet und eine Band aufgebaut. „Alle spielten ein Instrument. Doch niemand hatte sich getraut, zu singen. Das habe ich dann übernommen und eigene Lieder komponiert.“

Mit ihrem Song wollte Ute Spiegel eine Botschaft überbringen

Beim Casting startetet Ute Spiegel mit dem Song „Heart of Stone“, mit dem sie eine Botschaft überbringen wollte. „In meinem Job habe ich schon viele Menschen kennengelernt, dessen Leben sich von einen auf den anderen Tag verändert hat und das dann auch geendet ist. Junge Frauen, die an ihren Krebserkrankungen gestorben sind“, erzählt Ute Spiegel. „Oft habe ich gehört: Ich hätte noch das oder das gern gemacht.“ Ute Spiegel wird nachdenklich. „Jeder hat Sachen, die er noch unbedingt machen möchte in seinem Leben. Wichtig ist, dass damit nicht zu lange gewartet wird. Jeder sollte sich seine Wünsche jetzt erfüllen.“ Das tat auch Ute Spiegel. „Ich bin praktisch von zu Hause ausgezogen, habe Sonderurlaub genommen und habe fast zwei Jahre in einem Wohnmobil ohne Strom und fließend Wasser gelebt. Eine ganz tolle Erfahrung.“

Nach dem Auftritt gab es viele Nachrichten

Seit ihrem Auftritt am vergangenen Donnerstag hat Ute Spiegel etliche Nachrichten, Anrufe und Mails erhalten. „Viele haben mir zum Auftritt gratuliert, haben mir geschrieben, dass sie meine Nachricht erreicht hat.“ Die Enttäuschung, dass sich nach den 90 Sekunden keiner der Stühle umgedreht hat, hält sich in Grenzen. „Ich hatte alles erreicht, was ich wollte. Ich wollte einmal auf dieser großen Bühne stehen und den Auftritt genießen. Ich verfalle jetzt nicht in Tränen. Ich bin ja nun mal kein Teenie mehr.“ Ute Spiegel wird weiter Musik machen. „Bald kommt meine neue CD raus. Darauf freue ich mich.“ Ansonsten ist sie mit ihrem Hobby eh mächtig ausgelastet. „Ich mache Ranch-Reiten. Das ist Reiten mit Rindern und Pferden. Das ist Arbeitsreiten. Man sitzt nicht auf einem Sportgerät, sondern man sitzt auf einem Arbeitspartner“, umschreibt Ute Spiegel. „Ich genieße eins zu sein mit der Natur und den Pferden, mit denen man wunderbar kommunizieren kann.“

Ute Spiegel in Berlin. Quelle: SAT.1/ProSieben/André Kowalski

Am Dienstag hatte Ute Spiegel einen freien Tag. Nach dem Besuch im Tonstudio ging es nach Pausin ins Havelland. Dort steht ihr Pferd, ein Appaloosa. Mit dem zehnjährigen Wallach genießt sie jeden Ausritt. Natürlich gehen ihr dabei die Bilder vom Auftritt immer wieder durch den Kopf. „Es war schön. Für mich war alles stimmig“, sagt sie. „Ich habe für die Menschen und für mich gesungen.“

Nach dem Auftritt schaut sie noch einmal ins Publikum. Sie genießt. Ute Spiegel formt die Hände zum Herz und schickt es in die Welt.

Von Sebastian Morgner

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