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Brandopfer ziehen in Zweiraum-Wohnung

Feuer in Germendorf Brandopfer ziehen in Zweiraum-Wohnung

Die Woba aus Oranienburg hilft: Nachdem das Haus von Rita und Lothar Kurth vor etwas mehr als einer Woche ein Raub der Flammen wurde, können die Brandopfer nun eine Zweiraum-Wohnung in Oranienburg beziehen. Viel konnte aus der Brandruine nicht mehr gerettet werden.

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Tochter Nicole Münn vor dem ausgebrannten Haus ihrer Eltern in Germendorf.

Quelle: Julian Stähle

Germendorf. Etwas mehr als eine Woche ist seit jener Nacht vergangen, da das Haus von Rita und Lothar Kurth aus Germendorf ein Raub der Flammen wurde (MAZ berichtete). Vorübergehend war das Ehepaar im örtlichen Restaurant „Da Gianni“ untergekommen, während die Töchter Nicole und Andrea auf der Suche nach Wohnraum waren. „Man hat uns gesagt, dass das Ehepaar sofort ins Obdachlosenheim ziehen könnte, berichtet Tochter Nicole Münn. Doch das wollte sie ihren seelisch stark mitgenommenen Eltern nicht zumuten. Dann habe sich die Wohnungsbaugesellschaft mbH Oranienburg (Woba) eingeschaltet, schnelle Hilfe zugesagt und das Versprechen gehalten. Am Freitag haben Nicole Münn und andere Familienmitglieder damit begonnen, für die Eltern eine Zweiraum-Wohnung in der Klagenfurter Straße einzurichten. Möbel dafür konnten und mussten beschafft werden, weil bei dem Brand nicht sehr viel vom familiären Hab und Gut übrig geblieben ist. Ruß habe sich in sämtliche Möbel und auch in das Geschirr regelrecht eingebrannt, so dass die Dinge nicht mehr zu gebrauchen sind.

Viel konnte aus der Brandruine nicht mehr gerettet werden

Viel konnte aus der Brandruine nicht mehr gerettet werden.

Quelle: Julian Stähle

Zu den wenigen Dingen, die aus der Brandruine noch gerettet werden konnten, gehörten unter anderem eine Hand voll Fotos und zwei Bettdecken. Die hätten sich, so erzählt Nicole Münn, in zwei Sitzhockern befunden. Durch das viele Löschwasser habe eine Decke allein 30 Kilogramm gewogen.

Viele Germendorfer, aber auch wildfremde Menschen hätten versucht, den Brandopfern zu helfen. Ein Spendenkonto bei der örtlichen Feuerwehr konnte leider aus finanztechnischen Gründen nicht eingerichtet werden. Das hat nunmehr Nicole Münn getan. Wer etwas spenden möchte, sollte mit ihr über Facebook Kontakt aufnehmen.

Was sich die Tochter jetzt, da die Wohnraumfrage geklärt ist, am meisten wünschen würde, wäre eine gemeinsame Kur für ihre Eltern, damit die beiden Gelegenheit haben, fernab des Unglücksortes auf andere Gedanken zu kommen.

Von Bert Wittke

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