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Oberhavel Brandstifter von Germendorf gefasst
Lokales Oberhavel Brandstifter von Germendorf gefasst
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00:38 26.03.2018
Großbrand in Germendorf vom September vergangenen Jahres. Dabei teilweise bis zu 90 Kameradinnen und Kameraden im Löscheinsatz.  Quelle: Julian Stähle
Germendorf

 „Ist der Feuerteufel von Germendorf gefasst?“, fragte die MAZ am frühen Montagnachmittag nach einer Polizeimeldung über ein weiteres Feuer am vergangenen Sonntagmorgen in Germendorf. Wenige Stunden später wurde die Frage von der Polizei bereits beantwortet: Brandstifter gefasst.

Von einer Anwohnerin beobachtet

Der Fahndungserfolg basiert auf einem Vorfall vom vergangenen Wochenenden. Eine Anwohnerin hatte am frühen Sonntagmorgen, etwa gegen 4 Uhr, den Brand einer Papiermülltonne in einer Scheune an der Hohenbrucher Straße in Germendorf wahrgenommen. Außerdem hatte sie einen unbekannten Mann beobachtet, der den Brandort verließ.

Kurze Zeit später konnten Beamte der Kriminalpolizei unweit des Brandortes einen 26-Jährigen festnehmen. Dieser war mit 1,4 Promille Atemalkohol deutlich angetrunken und räumte in seiner Vernehmung die Brandstiftung ein. Im Zuge der unmittelbar geführten Ermittlungen wurde ein zweiter Brandort festgestellt. Dort war versucht worden, die vorgebaute Fliegenschutzgittertür einer Wohnhaustür vermutlich mit einem Feuerzeug anzuzünden. Der Gesamtschaden wurde auf 100 Euro geschätzt.

Durch Beamte der Kriminaltechnik wurden vor Ort die Spuren gesichert. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Zur Feststellung seiner Schuldfähigkeit wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Tatmotiv: Frust und persönliche Probleme

Am Montag erfolgte eine erneute Vernehmung des Mannes zu den Brandstiftungen in Germendorf. Der 26-Jährige ließ sich dabei zum Teil geständig ein. Als Motivation gab er Frust und persönliche Probleme an. Tatauslösend war offenbar der Konsum von Alkohol.

Haftbefehl erlassen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neuruppin erließ das Amtsgericht Oranienburg Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung. Der Beschuldigte wurde in die Justizvollzugsanstalt Wulkow (Ostprignitz-Ruppin) gebracht.

Ob dem 26-Jährigen weitere Taten zuzurechnen sind, wird im Zuge der weiteren Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft noch geprüft. Von den 48 Feuerwehrleuten, die gegenwärtig aktiv in Germendorf Dienst versehen, befindet sich zurzeit niemand in Haft. Das wurde der MAZ am Montagabend auf Nachfrage bestätigt.

Von Bert Wittke

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