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Oberhavel Brandserie in Oberhavel flammt wieder auf
Lokales Oberhavel Brandserie in Oberhavel flammt wieder auf
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11:24 23.05.2017
Am Sonntag stand der Stadtwald von Gransee in Flammen.   Quelle: Feuerwehr
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Nassenheide

 Fast hatte es Anschein, dass die Serie von Bränden in den Wäldern um Oranienburg, Nassenheide und Freienhagen endlich abgerissen ist. Am Wochenende hat sich die Situation jedoch schlagartig geändert. Wie bereits berichtet, mussten mehrfach Kameradinnen und Kameraden ausrücken, um Waldbrände zu löschen, bei denen die Vermutung nahe liegt, dass sie vorsätzlich gelegt wurden.

Zeitliche und örtliche Nähe der Brände verdächtig

Besonders verdächtig ist dabei sowohl die zeitliche als auch die örtliche Nähe. So brannte es etwa am Freitag gegen 15.30 Uhr unweit des Amselweges in Nassenheide. Dort standen rund 500 Quadratmeter Waldboden in Flammen. Die Feuerwehren aus Nassenheide und Teschendorf waren mit 13 Leuten im Löscheinsatz. Der Schaden, der der Landesforst entstanden ist, wird mit rund 500 Euro beziffert. Gegen 18.30 Uhr brannte es erneut. Dieses Mal an der Landesstraße 213 zwischen der Nassenheider Siedlung Birkhorst und Freienhagen (rund 100 Quadratmeter Waldboden).

Brand am Sonntag an der B96 in Nassenheide. Quelle: Julian Stähle

Am Sonntag gegen 12.15 Uhr wurde ein Feuer in einem Waldstück nahe an der Bundesstraße 96 in Nassenheide gemeldet. Die Rede war von 100 bis 200 Quadratmetern Nadelwald, die dort brannten. Gegen 14.50 Uhr, die Feuerwehrleute kamen gerade vom Einsatz zurück, entdeckten sie Rauch über einem Waldstück am Teerofener Weg in Nassenheide. Wie sich herausstellte, brannten dort rund 3000 Quadratmeter Waldboden. Weil es sich um Mischwald handelte, hatten dort, wie es hieß, die Bäume noch nicht Feuer gefangen. Bei diesem Einsatz fanden Kameraden am Einsatzort einen Kerzenrest, den sie der Polizei übergaben. „Die Kameraden hatten am Wochenende die Schnauze voll“, hieß es gestern bei der Feuerwehr in Nassenheide. Nicht wenige Leute, vor allem im Teerofener Weg, hätten Angst, dass der Feuerteufel irgendwann ihre Grundstücke im Visier hat.

Polizei ist beunruhigt

Auch die Polizei äußerte sich gestern Vormittag sehr beunruhigt über die neuerliche Häufung von Bränden in der Region. Durch die Flammen und die notwendigen Löscharbeiten sei es schwer, an den Brandorten verwertbare Spuren zu finden. Deshalb sei die Polizei auf Mithilfe und Hinweise der Bevölkerung angewiesen.

Mädchen sehen Mann mit Rucksack

Als sehr aufmerksam erwiesen sich gestern Nachmittag drei Mädchen im Alter von zehn und 13 Jahren. Sie waren mit ihren Fahrrädern und einem kleinen Hund am Teerofener Weg unterwegs, als Feuerwehrleute aus Nassenheide und Teschendorf gegen 14.30 Uhr dorthin ausrücken mussten, um Glutnester zu löschen. Die Mädchen berichteten der Polizei, dass sie einen Mann mit Rucksack gesehen hätten, der laut Musik gehört habe und mit seinem Fahrrad in Richtung des Brandortes im Teerofener Weg gefahren sei. Später wurde der Mann erneut gesehen, als er zurückkam.

Brand im Granseer Stadtwald

Fraglich ist, ob ein Feuer am Sonntag gegen 14 Uhr im Granseer Stadtwald ebenfalls der beschriebenen Brandserie zugeordnet werden muss. Dort brannten drei Stapel mit Kronenholz, das geschreddert werden sollte. Zeitweilig waren 78 Kameraden der Amtsfeuerwehr Gransee (acht Wehren) sowie der Wehren aus Zehdenick und Fürstenberg im Einsatz, um das Feuer löschen zu können. „Sie brauchten wir auch, weil der Einsatz an die Physis ging“, sagte Uwe Valentin, Löschgruppenführer der Granseer Wehr. Insbesondere Tanklöschfahrzeuge wurden gebraucht. Von drei Stellen entnahmen die Kameraden Wasser, um ständig für Nachschub zu sorgen. Auch sechs Helfer des THW standen bereit. Mit der Technik des THW (Ladekran) und des Amtswirtschaftshofes (Unimog) kämpften die Brandschützer, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Betroffen war ein Hektar.

Gestern rückten drei Kameraden noch einmal raus, um ein mögliches Aufflackern zu verhindern. 5000 Liter Wasser wurden verbraucht. Der entstandene Brandschaden soll 5000 Euro betragen.

Von Bert Wittke

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