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Oberhavel Brandserie in Oberhavel reißt nicht ab
Lokales Oberhavel Brandserie in Oberhavel reißt nicht ab
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20:20 20.11.2016
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Strohmiete des Bio-Betriebes Agrar GmbH Grüneberg nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Quelle: Julian Stähle
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Grüneberg

Ein meterhoher Feuerberg empfing die Einsatzkräfte am Sonnabend auf einem Acker bei Grüneberg. Eine Strohmiete mit rund 800 Ballen stand in Flammen.

Kurz vor 19 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr von einem Zeugen über das Feuer informiert. 18 Kameraden aus Grüneberg, Teschendorf und Löwenberg rückten daraufhin aus. Der Feuerschein auf dem Feld – etwa einen Kilometer von der Bundesstraße 96 entfernt – war laut Augenzeugen bis Nassenheide sichtbar, die Anfahrt für die Wehren zum Einsatzort allerdings beschwerlich. „Der Brandort war schon sehr abgelegen, der Weg dorthin aufgeweicht und schwer befahrbar“, schildert Löwenbergs Wehrführer Enrico Schliebener. Eines der Fahrzeuge blieb dann auch stecken und musste von einem Traktor aus dem Schlamm gezogen werden.

Mit Traktorenkraft musste das Einsatzfahrzeug aus dem Morast gezogen werden. Quelle: Julian Stähle

Die Strohmiete war laut Schliebener nicht mehr zu retten. Zwar hätten Feuerwehrleute und Landwirte der betroffenen Agrar GmbH noch versucht, einige Ballen mit dem Traktor aus dem Feuer zu ziehen. Allerdings hatte sich die Hitze der Flammen schnell und gezielt ausgebreitet. „Da brauchten wir kein Löschwasser mehr. Es wäre nicht dort hingekommen, wo es hingemusst hätte“, so Schliebener. Der Wind trieb zwar die Flammen von der Bundesstraße und auch von der Bahnlinie weg, begünstigte aber das Feuer. Nach zweieinhalb Stunden übergaben die Feuerwehrleute den Brandort an den Eigentümer, der für die Abendstunden eine Brandwache stellte. Für die Agrar GmbH wiegt der Verlust doppelt schwer. Der Bio-Betrieb, der unter strengen Auflagen wirtschaftet, kann Ballen in dieser Qualität nicht ohne Weiteres ersetzen. Hinzu kommt der materielle Schaden. Die Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 22 Kameraden im Einsatz.

Das Feuer war an drei Stellen gleichzeitig entstanden. Quelle: Julian Stähle

Der Dienstgruppenleiter der Oranienburger Polizei verwies darauf, dass das Feuer an drei verschiedenen Stellen ausgebrochen war. Die Polizei ermittle wegen des Verdachts der Brandstiftung.

In den Nachbarorten Nassenheide und Freienhagen hatte es in diesem Jahr bereits mehrere Brandstiftungen gegeben. Der Landeswaldbrandbeauftragte hatte auf die große Häufung von Brandstiftungen in Wäldern Oberhavels aufmerksam gemacht. Unter Landwirten und Forstleuten wächst nach den Bränden der vergangenen Monate die Unruhe und Sorge darüber, dass es ein Brandstifter möglicherweise gezielt auf ihre Branchen abgesehen haben könnte. Da werden auch Erinnerungen an die Brandserie von 2012 wach, als vor allem im Löwenberger Land mehrfach Strohmieten, Getreidefelder und Wälder angezündet wurden.

Von Cindy Lüderitz und Heiko Hohenhaus

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