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Brenzlige Situation zehrt an den Nerven

Brände in Oranienburg Brenzlige Situation zehrt an den Nerven

Immer wieder brennt es auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Oranienburg. Allein seit Freitag vergangener Woche mussten Feuerwehrleute vier Mal zu Löscharbeiten dorthin ausrücken. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung, hat aber bislang kaum brauchbare Spuren.

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Auch am Montag brannte wieder eine Baracke auf dem Areal an der Flugpionierstraße in Oranienburg.

Quelle: Julian Stähle

Oranienburg. Die Situation auf dem ehemaligen Flugplatzgelände an der Flugpionierstraße in Oranienburg lässt sich seit einigen Wochen mit einem einzigen Wort zusammenfassen: brenzlig. Immer wieder musste die Feuerwehr in der Vergangenheit zu Löscheinsätzen dorthin ausrücken. Und – die Abstände wurden zuletzt immer kürzer. Am Montag brannte es auf dem Gelände wieder zweimal. Z unächst mussten hauptamtliche Kräfte der Oranienburger Feuerwehr sowie des Löschzuges Innenstadt gegen 15.45 Uhr brennende Reifen löschen, dann stand gegen 19 Uhr eine der auf dem Areal stehenden alten Baracken in Flammen und zwang hauptsächlich Kräfte der Feuerwehr sowie die Löschzüge Innenstadt und Sachsenhausen zum Ausrücken.

Die Baracke, bei der das Dach brannte, steht genau neben einer zweiten Baracke, die am vergangenen Freitag in Flammen stand und zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt hatte. Noch während der Löscharbeiten am Freitagabend war etwa 300 Meter weiter ein weiteres Feuer bemerkt worden. Dort hatten Unbekannte offensichtlich Reifen und Sperrmüll angezündet.

Genervte Feuerwehrleute

Sind die Kameraden von den Bränden auf dem ehemaligen Flugplatzgelände inzwischen genervt? „Das trifft es schon“, räumte Jens Pamperin am Dienstag gegenüber der MAZ ein. Der stellvertretende Oranienburger Stadtbandmeister hatte am Montagabend bei dem Barackenbrand die Einsatzleitung. „Wir sind mit einem Löschfahrzeug gleich mal eine Runde über das Gelände gefahren, haben aber keine verdächtigen Personen sehen können.“ Natürlich, so Jens Pamperin, hätten die Frauen und Männer von der Feuerwehr gerade vor Weihnachten genügend andere Dinge zu erledigen, anstatt immer zu Einsätzen ausrücken zu müssen.

„Es könnte sein, dass zwischen den Bränden ein Zusammenhang besteht“, sagte am Dienstag Sprecher Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion Nord und fügte hinzu: „Wir prüfen dies derzeit und ermitteln in allen vier Fällen wegen Brandstiftung.“ Erschwerend sei, dass es bislang nur wenige Spuren gebe, die nach den Bränden gefunden wurden. Zudem sei das Gelände sehr weitläufig sowie unbewacht und es gebe auch keine Anlieger, die als mögliche Zeugen in Frage kommen. Das einzig Gute an der Lage der Tatorte sei, dass durch ihre Abgeschiedenheit bisher keine Personen gefährdet wurden.

Von Bert Wittke

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