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Brief mit wichtigen Dokumenten war verschollen

Panne bei der Post in Oranienburg Brief mit wichtigen Dokumenten war verschollen

Am 18. Juni wollte Rolf-Peter Büttner einen Brief mit wichtigen Dokumenten mit DHL-Express verschicken. Doch den Empfänger in Bonn erreichte er nicht. Fast drei Wochen dauerte es, bis klar war, wo er gelandet ist: Jedenfalls nicht, wie von der Post angegeben, bei einem mysteriösen Herrn Meyer.

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Ein Brief der Musikschule Hennigsdorf sorgte bei der Post für Wirbel.

Quelle: dpa

Oranienburg. Im Herbst sollen an der Musikschule Hennigsdorf wieder Trommelworkshops mit Celina Anowah Arthur aus Ghana stattfinden. Doch momentan ist unklar, ob sie durchgeführt werden können, denn der Zeitplan ist nun enger als geplant. Wichtige Dokumente sind nicht dort angekommen, so sie sollten.

Am 18. Juni hat Musikschullehrer Rolf-Peter Büttner einen Brief zu einer Postabgabestelle in Oranienburger-Eden gebracht. Darin waren Dokumente ohne die die Lehrerin aus Ghana nicht nach Deutschland einreisen kann. Wegen des Poststreiks wollte Büttner sicher sein und verschickte den Brief mit DHL-Express. Doch bei der Adresse in Bonn, von wo aus der Brief über eine Reiseagentur nach Ghana gehen sollte, ist er nicht angekommen.

„Und das, obwohl eine Lieferung am nächsten Tag garantiert wird“, sagt Rolf-Peter Büttner. Im Internet ließ sich der Weg des Briefes verfolgen: Wie Tina Birke von der Post-Pressestelle mitteilte, gab es am 19. Juni in Bonn einen Zustellversuch. Der Empfänger sei nicht da gewesen. Der Zusteller habe eine Nachricht hinterlassen – was der Empfänger in Bonn beides bestreitet. Eine Woche lag der Brief im Kölner Verteilzentrum, ehe er nach Berlin zurück ging. Am 29. Juni soll er an einen „Herrn Meyer“ zugestellt worden sein. Unklar war, wer Herr Meyer ist und wo er wohnt. Rolf-Peter Büttner: „Ich kenne keinen Herrn Meyer.“ Und in seinem Umfeld wohne auch kein Herr Meyer.

Büttner nahm Kontakt mit der Post auf. „Da muss man Geduld haben.“ Bis zu 45 Minuten hing er in der Warteschleife. Während ihn Mitarbeiter der Post erst bei der Aufklärung des Falls helfen wollten, hieß es später: Mit der Auslieferung an „Herrn Meyer“ sei der Fall ordnungsgemäß erledigt.

Erst auf Nachfrage der MAZ stellte sich raus, wo der Brief gelandet ist: Laut Pressestelle nicht bei „Herrn Meyer“, sondern in einer Oranienburger Postfiliale. „Das ist ein Fehler von uns“, so bedauert Tina Birke den Vorfall. Da sei tatsächlich eine falsche Angabe getätigt worden. Wieso ein „Herr Meyer“ als Empfänger im Internet stand, bleibt ein Rätsel.

Immerhin ist der Brief nun wieder bei Rolf-Peter Büttner gelandet, und die 10,90 Euro werden ihm auch erstattet. Das Geld, das er inzwischen aber für Ersatzdokumente ausgegeben hat, zahlt ihm niemand zurück, und für die Anmeldung des Gastes aus Ghana wird die Zeit auf jeden Fall nun sehr knapp.

Von Robert Tiesler

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