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Oberhavel Briesetalverein vergibt zehnten Umweltpreis
Lokales Oberhavel Briesetalverein vergibt zehnten Umweltpreis
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23:15 19.07.2016
Moritz und Clara nahmen stellvertretend für ihre Kita-Gruppe die Würdigung entgegen. Quelle: Helge Treichel
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Birkenwerder

Um die außergewöhnliche Lebensweise und die faszinierenden Nester von Mehlschwalben, Rauchschwalben und Mauerseglern ging es beim diesjährigen Naturschutzwettbewerb des Briesetalvereins. Ziel sei es, die Jugend an die Natur heranzuführen und die unmittelbare Umgebung erlebbar zu machen, sagte Vereinsvorsitzender Torsten Werner: „Nur was man kennt und liebt, kann man auch schützen.“ In den vergangenen Jahren haben sich die Kinder und Jugendlichen außerhalb des Unterrichts mit Amphibien, Schmetterlingen und jener Vielfalt befasst, die sich auf nur einem Quadratmeter Heimat entdecken lässt. Jetzt wolle der Verein verstärkt in die Jugendarbeit einsteigen, in die Klassen gehen und ein Stück Heimatkunde vermitteln.

Vereinsvorsitzender Torsten Werner: „Es sind alle Sieger“. Quelle: Helge Treichel

„Es sind alle Sieger, die sich beteiligt haben“, sagte Werner. Jeder habe sich altersgruppengemäß mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten eingebracht, weshalb eine Bewertung verzichtet werde. Und so bekamen denn alle eine Urkunde und einen 100-Euro-Umschlag: Die orangene Gruppe der Kita Birkenpilz ebenso wie die 1c, 2c und 6c der Pestalozzigrundschule.

Sie haben sogar Kekse in Schwalbenform gebacken. Quelle: Helge Treichel

Die Kinder haben sich mit Büchern und Filmen über die Flugkünstler informiert. Sie haben Plakate und Info-Blätter erstellt, die zum Beispiel in der Tourismusinformation ausgelegt werden sollen. Und sie haben die Nester nachgebaut, um sich einen Eindruck zu verschaffen. „So ein Nest hatte ich vorher noch nie gesehen“, sagt ein Mädchen aus der zweiten Klassenstufe.

Alle Gruppen stellten ihre Arbeiten vor. Quelle: Helge Treichel

Schwalben und Mauerseglern werde es als Kulturfolger zunehmend schwer gemacht vom Menschen, erläuterte die Nabu-Schwalbenbeauftragte Yvonne Schuldes zusammenfassend während der Preisvergabe am Montag. Die glatten, sanierten Fassaden würden von den Vögeln nicht angenommen, wodurch ihnen die Möglichkeit zur Reproduktion entzogen werde. Ihr Kot werde als Belästigung empfunden. Dabei lasse sich bereits mit einem kleinen Brett unterm Nest Abhilfe schaffen. Und Mauersegler seien sogar von Hause aus stubenrein. Selbst die Ausscheidungen des Nachwuchses würden erst verpackt und dann entsorgt. Die Expertin rief Hausbesitzer dazu auf, die Vögel bei ihrer Brut zu unterstützen.

Ein Teil der Exponate bei der Preisverleihung am Montag. Quelle: Helge Treichel

Die Gemeinde und die Grundschule wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Am neuen Gebäudeteil, der nicht denkmalgeschützt ist, sollen unterhalb der Dachrinne Mauerseglerkästen angebracht werden. Diese hat Julian Thieme eigens angefertigt. Der 21-Jährige ist Azubi im Bauhaus-Baumarkt, der den Briesetalverein und die Gemeinde mit dieser kostenfreien Leistung als ortsansässiges Unternehmen ausdrücklich unterstützen möchte. Gebäudemanager Detlef Köppen von der Gemeindeverwaltung nahm drei dieser hölzernen Brutkästen entgegen, um sie bis zur nächsten Brutsaison an der Grundschule anbringen zu lassen. Für dieses Entgegenkommen bedankte sich Torsten Werner bei Bürgermeister Stephan Zimniok.

Julian Thieme (l.) übergab drei Mauerseglerkästen an GEbäudemanager Detlef Köppen. Quelle: Helge Treichel

Der Verwaltungschef wiederum bedankte sich herzlich für die eingereichten Arbeiten. „Tolle Exponate“ seien entstanden. Und auf Nachfrage sicherte er zu, dass diese sowie gesammelte Arbeiten aus vorangegangenen Jahren demnächst auch einmal im Rathausfoyer im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden können.

Betreut wird der Naturschutzwettbewerb seit zehn Jahren von Kerstin Hoffmann. „Wir sind froh, wenn auch nur eines der Teilnehmer-Kinder zum Schwalben-Schützer wird“, sagte sie nach der Preisvergabe.

Kerstin Hoffmann übergab den Kindern die Urkunden, bedankte sich aber auch mit Blumen bei den Erzieherinnen und Lehrerinnen, die jeweils hinter dem Mauersegler-Projekt standen. Quelle: Helge Treichel

Die Ergebnisse im Einzelnen

Die Kinder der Kita „Birkenpilz“ aus der Gruppe „Orange“ mit der Betreuung der Erzieherinnen Frau Marina Wolke und Frau Ute Klaus. Sie lernten viel über das Leben der Schwalben und bauten aus Lehm Nester.

Die Kinder der Klasse 1c mit der Lehrerin Frau Möhnert erforschten das Leben der Rauch- und der Mehlschwalben. Insbesondere erarbeiteten sie Flugbilder und leckere in Form einer Wimpelkette und backten leckere Flugbild- Kekse.

Die Kinder der Klasse 2c mit der Lehrerin Frau Damrow gestalteten zwei Plakate jeweils über die Mehlschwalben und die Rauchschwalben. Außerdem bauten sie zwei funktionstüchtige Mehlschwalbennester.

Die Kinder der Klasse 6c der Grundschule Birkenwerder beschäftigten sich mit ihrer Biologielehrerin Frau Dr. Hügel intensiv mit dem Leben der Mauersegler. Mit ihrem erarbeiteten Wissen gestalteten sie einen Flyer, welchen sie persönlich in ihrem Heimatort Birkenwerder verteilen wollen.

Von Helge Treichel

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