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Oberhavel Brückenkosten in Hohen Neuendorf explodieren
Lokales Oberhavel Brückenkosten in Hohen Neuendorf explodieren
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07:20 21.08.2014
Quelle: Daniel Reinhardt
Hohen Neuendorf

Laut einem Kostenvergleich der Stadtverwaltung entspreche die Erhöhung von fünf Millionen auf gut neun Millionen Euro einem Anstieg auf 181 Prozent. Die Stadt soll 65 Prozent der Gesamtsumme übernehmen – 5,89 Millionen Euro. Abzüglich einer möglichen 75-prozentigen Förderung (4,42 Millionen Euro) könnte der kommunale Eigenanteil bei 1,47 Millionen Euro für das Projekt in Hoheit der Bahn liegen.

Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die am Dienstagabend im städtischen Finanzausschuss beraten wurde. Die Mitglieder empfahlen mit 3:2 Stimmen und zwei Enthaltungen mehrheitlich, die Entwurfsplanung der DB Netz AG zur weiteren Planung freizugeben und die nötige Summe in der Haushaltsplanung zu berücksichtigen (2018/2019).

Er habe das Gefühl, die Stadtverwaltung lasse „nichts unversucht, um eine Rolle rückwärts zu erwirken und den bestehenden Beschluss zu kippen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Steffen Apelt.

Tatsächlich hatte die Verwaltung bereits vor anderthalb Jahren eine Beschlussvorlage zur Abstimmung gestellt, laut der ein so genanntes Aufweitungsverlangen zurückgenommen werden sollte. Das war vor Jahren die Reaktion auf das Vorhaben der Bahn, die Brücke in den bestehenden Abmaßen erneuern zu wollen. Für die Fahrbahn und einen sicheren Schulweg sollte die Brücke jedoch 12 statt 9,4 Meter überspannen und 4,5 statt 4,23 Meter lichte Höhe bieten. Die zwischenzeitlich gebaute Straßeneinengung funktioniere aber wider Erwarten ohne nennenswerten Stau, lautete seinerzeit die Begründung. Ein Ausstieg aus dem Projekt würde die Stadt gegenwärtig allerdings auf „jeden Fall eine sechsstellige“ Summe kosten, sagte Finanzfachfrau Elke Christians.

Demgegenüber halte sie die Gefahr für realistisch, dass die Stadt am Ende sogar auf 6,5 Millionen Euro „sitzen bleibt“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Inka-Gossmann Reetz. Weitere erhebliche Kostensteigerungen befürchtete Ausschussvorsitzender Manfred Hick (Die Linke) auf Grund von Erfahrungswerten. Dieses Geld wäre in eine neue Kita besser investiert als in eine nur punktuell breitere Fahrbahn, sagte Linken-Fraktionschef Lukas Lüdtke.

Von Helge Treichel

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