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Oberhavel Brückenschlag auf den Gleisen
Lokales Oberhavel Brückenschlag auf den Gleisen
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00:32 31.03.2018
Die robuste, alte Bahnbrücke soll als Unterbau für die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer über die Havel dienen. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Im Sommer wird es auf Oranienburgs Straße wieder ziemlich dicke kommen. Denn im Juli ist Baustart für den Neubau der Dropebrücke in der Saarlandstraße. Das Bauwerk ist in die Jahre gekommen, der Neubau war immer wieder aufgeschoben worden. Nun ging es nicht mehr. Doch damit ist eine der Hauptschlagadern der Stadt für mindestens zehn Monate gekappt.

Die Stadtverwaltung macht jetzt den Vorschlag für einen zusätzlichen Brückenschlag über die Havel, möchte für die Zeit des Brückenneubaus eine Behelfsbrücke zumindest für Fußgänger und Radfahrer anbieten. „Denn Zählungen ergaben, dass täglich mehr als 500 Leute per pedes oder Rad die Dropebrücke überqueren“, so Baudezernent Frank Oltersdorf. Die müssten sonst den Umweg übers „Blaue Wunder“ nehmen. Ein ziemlich großer Umweg.

Für 110 000 Euro möchte die Stadt eine Behelfsbrücke errichten lassen. Diese würde aus Holz bestehen und auf dem alten Bahnwall der Kremmener Bahn von der Robert-Koch-Straße auf der einen bis zur Neukirchener Straße auf der anderen Seite reichen. Auf beiden Seiten werden Treppen angebaut und eine Führungsschiene für den Drahtesel, um den Wall erklimmen zu können. „Wir sind Eigentümer der Kremmener Bahn und der Brücke. Und das alte Bauwerk ist in gutem Zustand, hält das in jedem Fall aus“, ist Oltersdorf überzeugt. „Es wird aber auf jeden Fall eine temporäre Konstruktion bleiben.“

Eine Behelfsbrücke für den Autoverkehr war auch einmal angedacht, doch verworfen worden. Mit zusätzlichen Kosten von 500 000 Euro war dies Plan nicht nur zu teuer, erinnerte Oltersdorf, „sie würde auch das Baufeld stören und die Neubauarbeiten behindern“. Außerdem ginge es nur einspurig, also wechselseitig über die Brücke. Damit sei auch niemanden geholfen. Zudem führe die Behelfsbrücke zu einer sechsmonatigen Verlängerung der Bauzeit. Also habe man sich dafür entschieden, lieber zehn Monate zu powern, auch über den kommenden Winter.

Sollten die Stadtverordneten dem Bau der Holzbrücke im Mai ihren Segen geben, soll sie im Juni gebaut werden, ab Juli beginnt dann der Abriss der Dropebrücke. Die Holzbrücke ist zwei Meter breit, man läuft auf Bohlen und hat zur Seite hin einen 1,80 Meter hohen massiven Schutz. Das Bauwerk ist beleuchtet. Im Bauausschuss wird die Vorlage am 10. April ab 18 Uhr in der Orangerie vorgestellt.

Um ab Juli keine zusätzlichen Staus zu provozieren, sei mit Land und Kreis abgesprochen, dass es nach dem Baustart Dropebrücke keine weiteren Straßenbaustellen in der Stadt gibt, so Tiefbauamtsleiter Stefan Gebhard. Auch mit Reparaturen an städtischen Straßen halte man sich zurück. Bleiben wird die Engstelle am Bahnhof wegen des Baus des Fahrradhauses. Die Idee, in der Zeit des Brückenneubaus die Linksabbiegerspur auf der Schlossbrücke in die Berliner Straße zu sperren, wurde verworfen: „Damit verlagert sich der Verkehr nur zum Kreisel am Rosengarten und die Einmündung Melanchthonstraße in die Berliner Straße“, so Oltersdorf.

Von Heike Bergt

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