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Buddeln für den Hirschkäfer

Arbeitseinsatz in Neuroofen Buddeln für den Hirschkäfer

Mitglieder des Fördervereins Waldhof Zootzen haben am Wochenende in Neuroofen in die Hände gespuckt und für den vom Aussterben bedrohten Hirschkäfer eine riesige Kinderstube gebaut. Dafür mussten die Jugendlichen ein tiefes Loch in die Erde graben und schwere Baumstubben „einpflanzen“.

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Die jungen Naturschützer beim Buddeln und Graben.

Quelle: Jonas Rungenhagen

Neuroofen. Auch ohne feste Heimstatt hält der Förderverein Waldschule Zootzen an seiner Projekt- und Bildungsarbeit in der Region fest. Ein halbes Jahr nach dem überraschenden Auszug aus dem Landschulheim am Stolpsee, in dem seither minderjährige Flüchtlinge betreut werden, (MAZ berichtete) haben sich die jungen Naturschützer auf mehrere Einsatzgebiete verteilt. „Wir packen regelmäßig unsere Sachen und fahren durch die Brandenburger Heide“, sagt Vereinsvorstand Rafael Noster. Noch hielten alle Mitglieder zum Verein. Der organisatorische Aufwand sei durch den Wegfall des Vereinssitzes gestiegen, dank der auch finanziellen Unterstützung des Landkreises könne aber einiges aufgefangen werden.

In Zusammenarbeit mit dem Nabu-Regionalverband Gransee, der Landesoberwaldförsterei Steinförde und der Straßenmeisterei Altlüdersdorf bauten die Jugendlichen des Biologie-Leistungskurses am Wochenende in Neuroofen ein Hirschkäferwiege. Die ungewöhnliche Brutstätte dient dem Erhalt und dem Schutz der vom Aussterben bedrohten Käferart, die bei einer Zählung im vergangenen Jahr im Naturpark nachgewiesen worden war. Hauptverbreitungsgebiet sind demnach die Gärten und Wälder um Neuglobsow. Um es dem Käfer leichter zu machen, buddelten die Waldhof-Schüler am Sonnabend schwere Baumstubben in die Erde und füllten die Lücken mit Holzspänen. Wenn das Material im Erdboden verrottet ist, wird es für den Hirschkäfer zur Kinderstube. Ein nächster Höhepunkt im Vereinskalender wird das traditionelle Ferienlager, das erstmals auf dem Zeltplatz in Neuglobsow stattfinden wird. Anmeldungen sind noch möglich.

Von Cindy Lüderitz

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