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Oberhavel Bürgerhaushalt geht in die nächste Runde
Lokales Oberhavel Bürgerhaushalt geht in die nächste Runde
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22:22 06.10.2016
Rosamond Harbich managt den Bürgerhaushalt. Quelle: Helge Treichel
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Glienicke

Eine Freilichtbühne am Dorfteich, eine eingezäunte Hundewiese, Spielplätze, Fußgängerüberwege und eine eigene Polizeistation für Glienicke. Die Vorschläge für den Bürgerhaushalt der Gemeinde decken ein breites Spektrum ab. Insgesamt 114 davon waren bis zum Stichtag Ende August eingegangen. Der jüngste Teilnehmer ist zwölf Jahre alt, der älteste 88. Weniger als die Hälfte der Wortmeldungen wurde noch handschriftlich abgefasst, 59 erreichten das Rathaus auf digitalem Wege. „Das ist eine traumhafte Beteiligung für eine Premiere“, sagt Arne Färber aus der Pressestelle.

Alle Vorschläge stehen derzeit auf dem Prüfstand: Liegt die Zuständigkeit überhaupt bei der Kommune? Wird der Kostenrahmen von maximal 15 000 Euro pro Vorschlag eingehalten? Kommt der Wunsch von einem Glienicker? Immerhin ein gutes Drittel der Vorschläge wurde bereits als gültig eingestuft, für einige ist die Bewertung noch nicht abgeschlossen. Fest steht inzwischen: Die Freilichtbühne ist zu teuer, eine Ortswebcam fällt aus datenschutzrechtlichen Gründen aus, für Fußgängerüberwege und die Polizei ist die Gemeinde nicht zuständig und für eine Hundewiese mangelt es an Flächen im Ort. Auch die Idee eines kostenlosen WLAN-Hotspots im Ortskern ist aufgrund der Folgekosten nicht gültig. Ein Zuschuss in Höhe von 15 000 Euro für die Initiative „Freifunk – Freie WLAN-Netze für Glienicke“ dagegen wird wiederum als gültig eingestuft.

Im Rennen bleiben auch eine Elektro-Tankstelle (10 000 Euro), erläuternde „Untertitel“ für Straßenschilder (5950 Euro für 50 Schilder),ein Mehrgenerationen- oder Senioren-Parcours auf der Wiese entlang des Erich-Vehse-Weges (15 000 Euro), ein Trimm-Dich-Pfad (12 000 Euro), Papierkorbdeckel gegen Wildtiere (5712 Euro), die Teilnahme der Grundschule am Gorilla-Gesundheitsförderprogramm (10 380 Euro) und neue Spielgeräte für den Schulhof (12 023 Euro). Möglich ist auch das Überprüfen der Trinkwasserqualität von unabhängiger Seite mit Veröffentlichung des Ergebnisses samt Fachkommentar (rund 700 Euro). Für 900 Euro könnte auch ein Keyboard für den Chor „Harmonie“ angeschafft und für 1200 Euro könnten eine Parkbank und Papierkörbe an der Ecke Ahornallee/Kornblumenweg aufgestellt werden. 4000 Euro kosten überdachte Fahrradständer an der Dreifeldhalle.

Was genau nun 2017 realisiert werden soll, darüber können die Glienicker am „Tag der Entscheidung“ abstimmen. Das ist am Sonnabend, 19. November, von 10 bis 14 Uhr in der Mensa der Grundschule möglich (bitte Personalausweis mitbringen). Dazu bekommt jeder Einwohner im Alter ab zwölf Jahren fünf Stimmtaler, die nach Gutdünken verteilt werden können. Die Auszählung schließt sich ab 14 Uhr an. Und damit es den jüngsten nicht langweilig wird, gibt es ein Programm mit Kinderkunstwerkstatt, Kinderschminken und Ballonfiguren.

Der Bürgerhaushalt

Im Bürgerhaushalt in Glienicke stehen im Jahr 2017 ein Budget von 100 000 Euro zur Verfügung.

Die gültigen Projekte mit den meisten Stimmen werden der Rangfolge nach abgearbeitet, bis diese Summe aufgebraucht ist. Alle jetzt eingereichten Vorschläge fließen in den nächsten Bürgerhaushalt ein.

Über alle 114 eingereichten Vorschläge und den Bearbeitungsstand wird auf der Gemeindehomepage unter www.Glienicke.eu informiert.

Von Helge Treichel

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