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Oberhavel Bürgermeister Hartung nimmt Abschied
Lokales Oberhavel Bürgermeister Hartung nimmt Abschied
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18:23 26.02.2016
Klaus-Dieter Hartung und seine Frau Ute im nagelneuen Strandkorb von den Kollegen. Beide sind weiter berufstätig. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Es gab eine Fülle von Blumen, Präsenten und Dankesworten. Und an manchen Stellen wurde es sehr emotional: An seinem letzten Arbeitstag als Bürgermeister verabschiedete sich Klaus-Dieter Hartung mit einem privaten Empfang in der Sporthalle der Roten Schule. Mehr als 200 externe Gäste waren der persönlichen Einladung am Freitag gefolgt, wobei zeitlich gestaffelt eingeladen worden war.

Die erste Runde ging an die insgesamt 140 Mitarbeiter. In deren Namen ergriff Baufachbereichsleiter und Bürgermeister-Stellvertreter Michael Oleck das Wort. Der hatte sich für seine Rede im Internet umgesehen – und fand zwei Überschriften von Zeitungsartikeln. „Der ideale Typ Bürgermeister“ und „Der störrische Bürgemeister“. Letztere (übrigens von der MAZ) bot ihm genug Interpretationsspielraum, um die zurückliegenden acht gemeinsamen Jahre zu reflektieren. Da „dickköpfig, stur und trotzig“ weder positiv noch passend seien, wandte er sich den Bedeutungen unwandelbar, beharrlich, charakterfest, willensstark und standhaft zu. Und Standhaftigkeit sei ein Merkmal, „das Sie und auch die Stadt in den letzten acht Jahren geprägt hat“, sagte Oleck an Hartung gewandt. Manches wäre sonst nicht erreicht worden.

Gegen Ende der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend bedankte sich Vorsteher Raimund Weiland (CDU) beim scheidenden Bürgermeister (r.) für die Arbeit. Speziell bedankte er sich für die Zusammenarbeit, die „auch bilateral immer von großer Sachlichkeit geprägt“ war. Quelle: Helge Treichel

Diese Standhaftigkeit verlange seinen großen Respekt, Anerkennung und Bewunderung. Bei entscheidenden Themen habe er seinen Standpunkt und seine Grundwerte herausgestellt und gegen Angriffe verteidigt – „ohne abzuwägen, ob diese politisch opportun oder klug ist“. Er assoziiere aber nicht zuerst das Drehleiterfahrzeug damit, sondern die Asylbewerberproblematik, so Oleck.

Für innerhalb der Verwaltung erreichte Veränderungen denke er an Bürgernähe, Bürgerwille, Bürgerwille und Bürgerhaushalt. Die Stadt stehe trotz häufiger Unkenrufe finanziell „gesund und solide“ da. Eine Reihe wichtiger Projekte sei nach jahrzehntelangem Ringen auf den Weg gebracht worden, etwa der Rathausanbau und der Sportplatz Bergfelde. Die Arbeit mit dem „störrischen Bürgermeister“ an der Spitze habe ihm „in Summe viel Spaß gemacht“, sagte Oleck: „Sie können stolz auf das Erreichte sein.“

Stolz auf das Gebaute und die Bürgerbeteiligung

Hartung selbst benannte zwei wichtige Punkte im Resümee seiner Amtszeit. Als Bauingenieur sei er stolz auf das Geschaffene – von der neuen Schule bis hin zu jeder einzelnen Parkbank. Zweitens führte er die menschliche Ebene an. Von Anfang an sei ihm wichtig gewesen, die Menschen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Das glaube ich, ist mir vielfach gelungen“, sagt er. „Dass ich auch manchmal Schmerzhaftes aushalten musste, wusste ich vorher.“ Auf einem guten Weg sieht er zudem das Projekt, die Verwaltung zum Dienstleister umzustrukturieren.

Amtsübernahme am 1. März

Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) war am 1. März 2008 in das Amt als hauptamtlicher Hohen Neuendorfer Bürgermeister eingeführt worden.

Der neu gewählte Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) wird am Montag, 29. Februar, feierlich in das Amt eingeführt. Das übernimmt der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Raimund Weiland.

Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Rathaussaal (Oranienburger Straße 2). Apelts Amtsperiode beginnt am darauffolgenden Tag, am 1. März. Der Bürgermeister ist erneut für acht Jahre gewählt.

Von Hause aus Spezialist für Tiefbau, werde er sich zunächst einem Hochbauvorhaben widmen – als Chefbauleiter beim Umbau des Hauses seiner Tochter in Biesenthal, sagt Hartung. Ziel: Fertigstellung bis Weihnachten. Am 1. März werde er zudem eine Stelle in einem Berliner Ingenieurbüro antreten, in einem mittelständischen Unternehmen mit bundesweitem Einsatzgebiet und ehemaligen Kollegen aus seiner Zeit vor dem Amtsantritt als Bürgermeister. Diesen Schluss- und Trennstrich ziehe er ganz bewusst.

Künftig wieder mehr Sport und Zeit für die Familie

Wenn zudem etwas Abstand gewonnen ist, möchte sich der 59-Jährige auch in Hohen Neuendorf wieder stärker einbringen, in die Kulturarbeit. „Ansonsten hoffe ich auf mehr Zeit für Sport.“ Zweimal zwei Stunden pro Woche sind dann wieder im Verein möglich und geplant. Wegen mangelnder Bewegung habe er in den vergangenen acht Jahren drei Kilogramm zugenommen.

Ute Hartung hofft, dass ihr Mann wieder mehr Zeit für die Familie findet. Als Bürgermeister sei er 24 Stunden im Dienst gewesen: am Gartenzaun, bei Radtouren, beim Einkaufen. Sie sei froh, ihn nun wiederzuhaben.

Von Helge Treichel

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