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Oberhavel Bürgermeister: Sebastian Busse ist im Amt
Lokales Oberhavel Bürgermeister: Sebastian Busse ist im Amt
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13:13 22.03.2017
Hauptamtsleiterin Bianca Haak überreicht Sebastian Busse den Schlüssel fürs Rathaus. Quelle: Sebastian Morgner
Kremmen

Seine Stimme klingt klar und kräftig, als er am Dienstagmorgen im Kremmener Rathaus seinen Eid leistete: Sebastian Busse (CDU) wurde als neuer hauptamtlicher Bürgermeister ins Amt eingeführt. Um 8.03 Uhr wurde es still im Saal – und 29 Worte später war der Wechsel auf dem Chefsessel auch schon vollzogen. Busse genoss den Applaus der anwesenden Ortsvorsteher und Gäste. „Eines kann ich jetzt schon sagen: Ich bin nicht weiß, blau, rot oder schwarz. Ich bin Sebastian Busse. Ich möchte für Kremmen etwas erreichen“, so der 37-Jährige, der mit seiner Frau Annekatrin und den Kindern Moritz (4) und Charlotte (9) in Staffelde lebt.

Rein ins Rathaus für neue Aufgaben: Sebastian Busse. Quelle: Sebastian Morgner

Stefanie Gebauer, stellvertretende Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, überreichte Busse zum Start ein grünes Päckchen mit gelber Schleife. Sie verriet, was sich darin versteckt: Frustschutzbärchen seien wichtig gewesen. „Dann noch eine Tafel Schokolade mit einem Glückskleeblatt drauf, eine Tasse mit einem Frosch samt Aufschrift: Bitte immer schön lächeln. Und ein Buch mit 365 Weisheiten“, erzählt Stefanie Gebauer. Zudem zitierte sie während ihrer Rede den griechischen Philosophen Aristoteles: „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“

Am Bürgermeister-Schreibtisch: Sebastian Busse. Quelle: Sebastian Morgner

Um 8.05 Uhr war der Moment gekommen, der in die Geschichtsbücher der Stadt Kremmen eingehen wird. Busse folgt auf Klaus-Jürgen Sasse (SPD), der im November als Bürgermeister abgewählt worden war – nach fast 25 Jahren. Busse setzte sich schon im ersten Wahlgang deutlich durch. Dem damaligen Ortsvorsteher von Staffelde fehlten gut 400 Stimmen zur absoluten Mehrheit. In der Stichwahl duellierte sich später der 37-jährige CDU-Kandidat mit Eckhard Koop (parteilos).

Am Ende jubelte Busse. Für acht Jahre sitzt er nun im Chefsessel. „Ich will die Bürger mitreißen, mit meiner Arbeit und meiner Sympathie. Aber ich mache keine Versprechungen, sondern habe immer nur meine Ziele formuliert“, hatte Busse immer wieder betont. „Die Zeit nach der Wahl wollte erst nicht vergehen. Zuletzt ging es plötzlich rasend schnell. Ich hatte die Chance, schon ein wenig reinzuschnuppern.“ Der Wahl-Flyer lag am Dienstag gut sichtbar auf dem neuen Schreibtisch. „Busse kann Kremmen“, steht da groß geschrieben. Nun kann er das beweisen und Taten folgen lassen.

Der erste Arbeitstag: Eine zeitliche Abfolge

6 Uhr:Vor dem Weckerklingeln schon wach! Danach geht es ab ins Bad.
6.30 Uhr: Frühstück mit den Kindern und mit Milch anstoßen auf den Sieg von „Eisern“ Union gegen Nürnberg.
7 Uhr: Verabschiedung von Kindern und Frau.
7.30 Uhr: Erster Schritt ins eigene Büro.
8.03 Uhr: Vereidigung
8.30 bis 10 Uhr: Gratulanten, Presse, TV und Freunde sind zu Gast.
10.30 Uhr: Mitarbeiterzusammenkunft im Ratssaal.
11 Uhr: Treffen mit den Fachbereichsleiterinnen
12.30 bis 13 Uhr: Büro-Arbeit. Ein erster Ordner ist angelegt.
13 Uhr: Besuch meines alten Chefs
14 Uhr: IT-Fachmann – Einweisung am Rechner.
14.30 Uhr: Treffen mit dem Sekretariat Frau Sievert und Frau Kotke.
15 Uhr: Treffen mit dem Hauptamt – die ersten Unterschriften sind geleistet
15.30 Uhr: Besuch von Frau Annekatrin und den Kindern.
16.30 Uhr: Begehung des Hauses – mit Keller und Dachboden.
17 bis 18 Uhr: Büro allgemein (Termine organisieren).
18 bis 19 Uhr: kurzer Aufenthalt zu Hause in Staffelde.
19 Uhr: Versammlung 775 Jahre Sommerfeld.
ca. 21 Uhr: Feierabend

Von Sebastian Morgner

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