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Bund gibt Geld für Schleuse

Zehdenick/Kannenburg Bund gibt Geld für Schleuse

Der Ersatzneubau der Schleuse Kannenburg kommt: Oberhaveler Wassertouristen müssen sich zwar noch gedulden, aber langfristig wird der Weg zur Mecklenburgischen Seenplatte frei.

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Schleuse Kannenburg ist sanierungsbedürftig.

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsamt

Zehdenick. Ein guter Tag für Wassertourismus und Wirtschaft in der Region: Kannenburg bleibt keine Sackgasse. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Eberswalde verkündete in einer öffentlichen Veranstaltung am Dienstagabend in Templin, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Ersatzneubau der Schleuse Kannenburg beschlossen hat. Die Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN), die einen schnellen Neubau der im Dezember gesperrten Schleuse vehement gefordert hatte, begrüßt die positive Sachentscheidung sowie das unkonventionelle Vorgehen des Bundes. Für die zwei Jahre dauernde Bauzeit gilt es jedoch noch eine tragfähige Lösung für die von der Schleusensperrung betroffenen Unternehmen zu finden.

Neubau für baufällige Schleuse

„Die Schleuse Kannenburg wird auch in Zukunft wieder das Tor zu den Templiner Gewässern sein und keine Sackgasse. Boote aus Oranienburg, Zehdenick und Templin können, sobald der Ersatzneubau steht, wieder über die Havel bis in die Mecklenburgische Seenplatte und nach Berlin fahren. Das ist ein guter Tag für den gesamten Wassertourismus in Brandenburg“, kommentiert Bodo Ihrke, Landrat des Landkreises Barnim und Vorsitzender der WIN-AG, die Zusage des Bundes, die baufällige Schleuse Kannenburg durch einen Neubau zu ersetzen.

Die WIN-AG hat es sich zur Aufgabe gemacht, Reviere zu vernetzen und durch Investitionen in die wassertouristische Infrastruktur das attraktivste Wassertourismusrevier im europäischen Binnenland gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln. Das permanente Abkoppeln des Templiner Seengebiets würde diesem Ziel diametral entgegenstehen. Mit 7000 Schleusungen pro Jahr gehört Kannenburg zu den stark frequentierten Schleusen der Oder-Havel-Wasserregion.

„Unternehmen brauchen Planbarkeit“

„Der Bund hat ‚Butter bei die Fische‘ gegeben und nicht lange gezögert. Das sendet ein positives Signal an alle, die in der Region auf den Wassertourismus bauen“, kommentiert Andreas Ernst, Geschäftsführer der Wirtschafts-, Innovations- und Tourismusförderung Oberhavel GmbH, die Entscheidung. Dennoch meldet Ernst auch Kritik an: „Unternehmen brauchen Planbarkeit. Durch die kurzfristige Sperrung Ende letzten Jahres wurde etlichen Unternehmern ohne Vorwarnung ein Großteil ihrer Geschäftsgrundlage entzogen. Die positive Perspektive, dass eine neue Schleuse Kannenburg kommt, hilft hier natürlich. Dennoch gilt es für die Unternehmen nun erst einmal, die Bauzeit von rund zwei Jahren zu überbrücken. Eine schwierige Aufgabe, die sich durch eine langfristigere Planung von Ersatzinvestitionen anders hätte gestalten lassen.“ Umso zügiger gilt es nun, den Ersatzneubau in die Tat umzusetzen.

Der Wassertourismus ist mittlerweile eine wichtige Säule der regionalen Wertschöpfung. Mit einem jährlichen Bruttoumsatz von 200 Millionen Euro hat sich der Bootstourismus im Raum Brandenburg-Berlin zu einem bedeutenden touristischen Angebotssegment entwickelt.

Von MAZonline

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