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Oberhavel Bus und Bahn sollen besser werden
Lokales Oberhavel Bus und Bahn sollen besser werden
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00:43 25.08.2014
Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Quelle: Vogel
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Mildenberg

Ab Montag steht Lisa wieder jeden Morgen um 5.30 Uhr auf. Damit sie pünktlich in Oranienburg in der Schule ist, nimmt sie den Bus der Linie 803 um 6.30 Uhr. Wenn der Unterricht wegen Ausfallstunden erst 9.30 Uhr beginnt, kann sie trotzdem nur eine Stunde länger schlafen. Denn nach dem Bus um 7.37 Uhr besteht erstmal für drei Stunden keine Verbindung. Dabei sind die Busse am Morgen sehr voll. Wer auf der Strecke Liebenthal – Oranienburg in Neuholland zusteigt, findet oft keinen Sitzplatz mehr.

Schüler seien nach einer solchen Anreise natürlich nicht so leistungsbereit im Unterricht, sagt Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Außerdem seien Kinder ja auch die Fahrgäste der Zukunft. Angebotslücken im ländlichen Raum seien durchaus ein Problem, räumt Henckel ein. „Das ist ein Riesenthema.“

Bei den Oberhavel Verkehrsgesprächen, die am Freitag in Mildenberg auf Einladung der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) stattfanden, ging es auch um die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Und die ist etwas unklar, seit bevölkerungssreiche Bundesländer mehr Regionalisierungsmittel für den ÖPNV verlangen. Der Bund prüft die Vergabe dieser Mittel derzeit. Erst danach – vermutlich zum Jahresende – ist klar, ob es in Brandenburg mehr oder weniger Geld für den ÖPNV gibt als derzeit. „Wir gehen vom Status quo aus“, sagt Ole Grassow von der DB Netz AG. Zunächst soll es aber zum Fahrplanwechsel im Dezember ein geringfügig besseres Angebot beim RE 5 zwischen Berlin und Neustrelitz geben. Am Tagesrand verkehren zusätzliche Züge. Das kündigte der VBB an.

Spürbare Verbesserungen für Fahrgäste mit Fahrrad soll es auf der Strecke im nächsten Sommer geben. Der VBB kündigte größere Fahrradabteile an. „Dafür werden Sitze ausgebaut“, so Henckel. Gerade in den Ferien und an Wochenende reichen die Radstellplätze in den Wagen oft nicht aus. Das Einsteigen wird dadurch verzögert, es kommt oft zu Verspätungen.

Solche Angebotsverbesserungen dauern. „Ein guter Fahrplan braucht 18 Monate Vorlauf“, so Henckel. Neben dem Angebot müssen aber auch die Infrastruktur und Fahrzeuge finanziert werden. Da gebe es großen Bedarf. Die Bahn baut derzeit noch an der Strecke Berlin–Rostock. Die Elektrifizierung der Trasse nach Stettin starte, sagte Ole Grossow. Künftig sollen Prignitzexpress und Heidekrautbahn direkt nach Berlin-Gesundbrunnen fahren. Wo dann auch noch moderne Fahrzeuge unterwegs sind und Zubringerbusse Anschlüsse sichern, würden die Fahrgastzahlen deutlich steigen, so Henckel.

Um 22 Prozent seien die Nutzerzahlen zwischen 2000 und 2012 im VBB gestiegen, sagte Verkehrsstaatssekretärin Kathrin Schneider. Bei stabilen Kosten liege die Kundenzufriedenheit auf hohem Niveau. Die Kommunen hätten 150 Millionen Euro zur Gestaltung der Bahnhofsumfelder erhalten – zuletzt überbrachte Schneider am Donnerstag 220.000 Euro zur Sanierung des Vorplatzes am Bahnhof Grüneberg.

Nach Angaben des Infrastrukturministeriums wurden die Zuweisungen für den ÖPNV an den Kreis Oberhavel kontinuierlich gesteigert – von 4,1 Millionen 2007 auf 4,7 Millionen 2011. Zugleich stiegen die Fahrgäste der OVG zwischen 2008 und 2012 um fast 700.000 auf 4,7 Millionen. Von den von Kathrin Schneider formulierten Zielen von maximal 20 Minuten Wartezeit beim Anschluss zwischen Bahn und Bus können die OVG-Nutzer auf dem platten Land aber vorerst nur träumen – und weiter lange warten.

Von Klaus D. Grote

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