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Buslinien, Radwege und Straßen im Blick

MAZ-Umfrage Buslinien, Radwege und Straßen im Blick

Bei einer MAZ-Umfrage in den Gemeinden Glienicke und Mühlenbecker Land äußerten die Einwohner eine Reihe von Verbesserungswünschen, insbesondere zum Thema Infrastruktur. Eine Nachfrage in den Rathäusern ergab, dass die Verantwortlichen die Themen bereits beackern und einige Lösungsansätze vorweisen können.

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Bekommen viele Wünsche auf den Tisch: Bürgermeister Smaldino-Stattaus (l.) und Baufachbereichleiter Hanns-Werner Labitzky.

Quelle: Helge Treichel

Mühlenbecker Land/Glienicke. Der öffentliche Nahverkehr muss besser werden. Diese Antwort in einer MAZ-Umfrage war in 57 Prozent der Haushalte in den Gemeinden Glienicke und Mühlenbecker Land angekreuzt worden und fand damit den meisten Zuspruch. In den Rathäusern wird dies als Klage auf hohem Niveau angesehen. „Mit zwei S-Bahnhöfen und der Heidekrautbahn sind wir gut aufgestellt“, sagt Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD). Dennoch gebe es stetige Bemühungen und Gespräche, um das Angebot zu optimieren. So habe die Gemeinde zum Beispiel testweise einen Nachtbus mitfinanziert – mit geringer Resonanz. Am Ende hätten die Zuschusskosten 44 Euro pro Person und Fahrt betragen. Der Testbetrieb wurde nach einem Jahr eingesellt, sagt der Bürgermeister.

Glienicke bezuschusst Busverkehr bereits seit Jahren

In Glienicke hat es offenbar besser funktioniert. Dort wird ein Zusatzangebot in den Abend- und Morgenstunden seit bereits fünf Jahren mit jährlich 42.000 Euro bezuschusst, sagt Glienickes Baufachbereichsleiter Peter Staamann. Und man sei seitens der Verwaltung weiter an dem Thema dran. Ziel sei derzeit, eine Verbindung zum S-Bahnhof Frohnau zu schaffen. In einer Stellungnahme zum neuen Nahverkehrsplan des Landkreise habe man vorgeschlagen, die Buslinie 809 zusätzlich nach Frohnau fahren zu lassen. „Denkbar wäre aber auch ein Kurzbus“, sagt Staamann.

Grundlage für solche Angebote sei jedoch eine Kosten-Nutzen-Analyse, betont Bürgermeister Smaldino-Stattaus. „Unter den gegebenen Bedingungen wird ein stärkerer ÖPNV von der OVG aus wirtschaftlichen Gründen prinzipiell abgelehnt. Wenn wir das wollen, müssen wir das mitfinanzieren.“ So sei es zum Beispiel nicht ohne weiteres möglich, mit öffenltichen Verkehrsmitteln von Schönfließ nach Zühlsdorf zu gelangen. Wird so etwas finanziert, müsse an anderer Stelle bei freiwilligen Aufgaben gespart werden, beispielsweise in der Jugendarbeit oder bei Ortsteilfesten.

Bürgerbus mit ehrenamtlichem Engagement

Ein funktionierendes Beispiel sei der Zühlsdorfer Bürgerbus, der mit privatem und ehrenamtlichem Engagement Besorgungsfahrten ermöglicht – mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde. „Das ist eine wunderbare Idee“, sagt Smaldino-Stattaus. Und wenn es nicht finanzielle oder gesetzliche Hürden gäbe, ließe sich noch mehr machen.“ Ich habe viele Wünsche auf dem Tisch“, so der Bürgermeister.

Ein tolles Projekt war im vergangenen Jahr auch der weiterhin vielfach gewünschte Wochenmarkt in Schildow. Doch als es kühler wurde, ließ die Nachfrage drastisch nach, weshalb der Betrieb eingestellt werden musste.

200.000 Euro für neue Gehewege

Der Wunsch nach besseren Straßen kam aus dem Mühlenbecker Land, der nach besserer Fußwegen aus Glienicke. Auch in diesem Jahr würden wieder 200.000 Euro für den Neubau von Gehwegen aufgebracht, sagt Peter Staamann. Überwiegend würden die Wege in Anliegerstraßen erneuert, die entweder Schulwege sind oder eine Busanbindung haben. Ein Beispiel ist die Paul-Singer-Straße. Auch in den nächsten Jahren werde die Prioritätenliste weiter abgearbeitet. Sein Fazit: „Wir haben einen guten Standard erreicht.“

Noch 123 Sandstraßen gibt es indes im Mühlenbecker Land. Auch hier werde die Prioritätenliste nach Kräften abgearbeitet, sagt der Bürgermeister. Aber das dauere eben. Unerwartet selten werde die Möglichkeit für den privat organisierten Straßenausbau genutzt – obwohl das häufiger günstiger ist und die Verwaltung dabei Hilfestellung leiste. Erst ein Projekt wurde 2015 realisiert.

Brief an Ministerin gemeinsam mit Oranienburg

Ein häufig genannter Wunsch: der Radweg von Summt nach Zühlsdorf. Gemeinsam mit der Stadt Oranienburg setze sich die Gemeinde dafür ein, dass der Weg entlang der L 21 bis nach Wensickendorf gebaut wird. Der Entwurf eines Briefes an Verkehrsministerin Kathrin Schneider werde gegenwärtig verfasst, so Baufachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky. Auch wenn die Gemeinde ihren Kostenanteil bereithält, Auftraggeber bleibe das Land. Ziel sei es, den Weg gemeinsam mit dem Fahrbahnausbau der L 21 bis 2019 hinzubekommen.

Von Helge Treichel

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