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Oberhavel CDU: Stadtbuslinie könnte 2018 starten
Lokales Oberhavel CDU: Stadtbuslinie könnte 2018 starten
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18:13 22.06.2017
Bürgermeisterkandidatin Kerstin Kausche und CDU-Fraktionschef Werner Mundt. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

„Wir haben ganz einfach mal drüber geredet. Und eigentlich könnte es 2018 damit losgehen“, sagt Werner Mundt. Oranienburgs Fraktionschef der Christdemokraten ist seit 2014 Mitglied im Aufsichtsrat der Oberhavel-Holding. Und so hat er zusammen mit Bürgermeisterkandidatin Kerstin Kausche das Gespräch mit Holding-Geschäftsführer Klaus-Peter Fischer in Sachen „Stadtbus-Linie“ gesucht. Ein Dauerwunsch vieler Oranienburger.

„Voraussetzung war, all die Knotenpunkte einzubinden, die die Oranienburger brauchen und wollen, wie das Kaufland, das Schloss, die Kreisverwaltung, das Krankenhaus und die Ärztehäuser“, so Kerstin Kausche. Unter diesen Vorgaben habe die OVG eine Linie seit Mai geprüft. Und auch die Kosten, die sich daraus ab 2018 für die Stadt ergeben würden. Herausgekommen ist eine neue Buslinie 815, die von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr im Ein-Stunden-Takt auf einer Ringstrecke fahren könnte. Und die umfasst folgende Tour: angenommener Start ist in der Flotowstraße in Süd, es geht über die Birkenallee, Badstraße, Rheinstraße, Wupperstraße, Saarlandstraße bis Lehnitzstraße und S-Bahnhof Lehnitz, Friedrich-Wolf-Straße bis Magnus-Hirschfeld-Straße. Dort müsste eine Wendeschleife gebaut werden. Von Lehnitz geht es zurück über die Pican- und die Bykstraße, die Stralsunder Straße, die Bernauer Straße, die Straße der Einheit, den Bahnhof Sachsenhausen, die Chausseestraße, die Sachsenhausener Straße, die Havelstraße, die Kremmener und die Friedensstraße und die Walter-Bothe-Straße, die Haller und Innsbrucker, die Robert-Koch-Straße und das Südcenter zurück zum Ausgangspunkt Flotowstraße.

Das ist Variante 1, die für die Stadtkasse mit 164 000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen würde, Variante zwei ginge in Lehnitz über die Magnus-Hirschfeld-Straße hinaus bis zur B 273 und von dort zurück. Das wäre im Jahr 4000 Euro billiger. „Und natürlich noch besser“, so Kerstin Kausche.

Das sei natürlich auch viel Geld, aber auf jeden Fall billiger, als die im Verkehrsentwicklungskonzept geschätzten Kosten für eine Stadtbuslinie von 453 000 Euro. Und man könne ja auch die für das Gutachten für eine Stadtbuslinie zunächst eingestellten 50 000 Euro dafür verwenden. „Das ist schon ein Drittel der Kosten im ersten Jahr“, schlägt Kausche vor. „Wir haben einfach mal geredet und eine Lösung gefunden, ohne dass die Stadt eigene Busse anschaffen muss, Fahrer einstellen oder gar eine Busgesellschaft gründen muss.“

Der Plan sei sicher noch nicht das Nonplusultra, könne aber nun als Grundlage dienen, die Linie, die sich zum Beispiel der Seniorenbeirat ausgedacht hat, drauf zu legen und zu optimieren.

„Der Bus könnte schon längst fahren, wenn man mal geredet hätte“, findet Werner Mundt. Voraussichtlich im Oktober will er einen Einzelantrag zur Finanzierung der Ringbuslinie 815 in die Stadtverordnetenversammlung einbringen.

Von Heike Bergt

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